Neue Hoffnung im Cold Case: Wer tötete Amy Lopez? Polizei bittet um Hinweise

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Neue Hoffnung im Cold Case: Wer tötete Amy Lopez? Polizei bittet um Hinweise

KOBLENZ – Am 26. September 1994 verschwand die 24-jährige US-amerikanische Studentin Amy Lopez während eines morgendlichen Ausflugs zur Festung Ehrenbreitstein in Koblenz. Sie wurde zuletzt gegen 8:50 Uhr auf dem sogenannten Felsenweg gesehen, der zur historischen Anlage führt. Weniger als zwei Stunden später, um 10:15 Uhr, entdeckte man ihre Leiche in einem abgelegenen Bereich der Festung – dem General-Aster-Zimmer.

Wie die Polizei Rheinland-Pfalz mitteilt, wurde Amy Lopez Opfer eines grausamen Verbrechens: Sie wurde sexuell missbraucht und auf brutale Weise ermordet. Der oder die Täter entwendeten nach der Tat mehrere persönliche Gegenstände des Opfers, die bis heute nicht wieder aufgetaucht sind. Dabei handelt es sich unter anderem um:

  • Eine Brille mit braunem Gestell

  • Ein silbernes Armband mit groben Gliedern

  • Eine silberfarbene Digitaluhr der Marke Timex (beschädigtes Armband)

  • Weiße Nike-Sportschuhe vom Typ "Cross Trainer Low", Größe vermutlich 39, mit pinken Akzenten

  • Eine weiße Bauchtasche mit US-Dollar und Travellerschecks

Diese Gegenstände könnten sich möglicherweise auch heute noch im Besitz des Täters befinden.

Täterprofil

Die kriminaltechnischen Ermittlungen führten zu einem möglichen Täterprofil: Es wird von einem allein handelnden Mann im Alter zwischen 18 und 35 Jahren ausgegangen, der keinen persönlichen Bezug zu Amy Lopez hatte. Der Täter könnte bereits zuvor durch Gewalt- oder Sexualdelikte auffällig geworden sein. Aufgrund der Ortskenntnis wird ein enger regionaler Bezug zu Koblenz oder zur Festung Ehrenbreitstein vermutet – etwa durch Wohnort, Arbeit oder familiäre Bindungen. Es ist ebenfalls denkbar, dass der Mann nach der Tat aus der Region weggezogen ist.

Die Polizei fragt:

  • Wer hat Amy Lopez am Morgen des 26. September 1994 – insbesondere zwischen 9:00 Uhr und 10:15 Uhr – im Bereich der Festung Ehrenbreitstein gesehen?

  • Wurden damals verdächtige Personen oder Aktivitäten rund um die Festung beobachtet?

  • Gibt es weitere Fälle von Sexualstraftaten in Koblenz oder speziell rund um die Festung, die bisher nicht gemeldet oder in Zusammenhang gebracht wurden?

Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat führen, ist eine Belohnung von 10.000 Euro ausgesetzt.

Ihre Mithilfe zählt

Wer etwas zur Tat oder zur Identität des Täters sagen kann, wird gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Koblenz unter der Telefonnummer 0261 / 103 390 oder bei jeder anderen Polizeidienststelle zu melden.

 

Quelle und Foto: Polizei Rheinland-Pfalz

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Datum: 23.09.2025
Rubrik: Lokales
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