Steiniger ist erfolgreicher Wahlkämpfer in Rheinland-Pfalz

 

Steiniger ist erfolgreicher Wahlkämpfer in Rheinland-Pfalz

Der Pfälzer hat mit seinem Wahlkampf den historischen Machtwechsel in Rheinland-Pfalz maßgeblich mit betrieben. Sein Einsatz galt dem jüngeren Bruder des abgelösten Verkehrsministers.

Mainz (dpa) -

Über das Ende für Patrick Schnieder als Bundesverkehrsminister zeigte sich Johannes Steiniger als Generalsekretär der rheinland-pfälzischen CDU überrascht. Jetzt profitiert der erfahrene Bundestagsabgeordnete Steiniger von der Rochade, die durch die Kabinettsumbildung ausgelöst wurde: Der 39-Jährige soll Staatssekretär bei Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche werden.

Der Gymnasiallehrer für Mathe und Politik ist direkt gewählter Bundestagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Neustadt-Speyer. Dem Bundestag gehört er bereits seit 2013 an. 

Steiniger ist seit 2013 Bundestagsabgeordneter. (Archivbild)

Steiniger ist seit 2013 Bundestagsabgeordneter. (Archivbild) | Christophe Gateau/dpa

Der Pfälzer sieht sich in der Bundespolitik zu Hause 

In Rheinland-Pfalz war er maßgeblich für den Landtagswahlkampf verantwortlich, der die CDU im März nach 35 Jahren SPD-Regierung wieder zur stärksten Partei machte. Dabei kämpfte Steiniger für den jüngeren Bruder des jetzt abgelösten Verkehrsministers, für Gordon Schnieder. 

Der 51 Jahre alte Gordon Schnieder, der auch CDU-Landeschef ist, war Steinigers Vorgänger als CDU-Generalsekretär in Rheinland-Pfalz. Für seinen erfolgreichen Wahlkampf bekam Steiniger bei einer Pressekonferenz nach der Wahl in Berlin ausdrücklich Lob vom Kanzler und Parteichef Friedrich Merz. 

Steiniger warnte vor Linksruck 

Im Wahlkampf selbst sparte er - anders als der Spitzenkandidat Schnieder - nicht mit Attacken gegen die SPD und deren Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer. Zwei Wochen vor dem Wahltag warnte er noch vor einem möglich rot-rot-grünen Bündnis und betonte, die CDU werde weder mit der AfD noch mit der Linkspartei im rheinland-pfälzischen Landtag zusammenarbeiten.

Steiniger hatte von Anfang an klargemacht, dass er auch nach einer gewonnenen Wahl kein Ministeramt in seinem Herkunftsbundesland übernehmen will. Daran hielt er sich, gehörte aber der vierköpfigen CDU-Verhandlungsgruppe für die Koalition mit der SPD im Land an. 

Der Social-Media affine Katholik ist verheiratet und hat zwei Töchter. Er war Jugendtrainer im Fußball und auch in der Kommunalpolitik aktiv.

dpa

Bild: Steiniger verantwortet den erfolgreichen CDU-Wahlkampf in Rheinland-Pfalz. (Archivbild) | Hannes P Albert/dpa

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Datum: 27.07.2026
Rubrik: Lokales
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