Niedrigwasser am Rhein - Kaub vor neuem Tiefstwert

 

Niedrigwasser am Rhein - Kaub vor neuem Tiefstwert

Am Pegel Kaub fehlt nur noch wenig zum historischen Tiefstand von 2018. Was das frühe Niedrigwasser für die Schifffahrt am Rhein bedeutet.

Kaub/Oestrich (dpa) -

Im Rhein herrscht Niedrigwasser, die Pegelstände grenzen teils an Tiefstwerten. Dem Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA) Rhein zufolge liegt der Pegel in Kaub (Rhein-Lahn-Kreis) aktuell bei etwa 27 Zentimetern, am Freitagmorgen waren es noch 55 Zentimeter gewesen. Ein Pegelstand ist eine relative, von einem festgelegten Punkt aus gemessene Wasserhöhe. Er zeigt damit nicht die tatsächliche Wassertiefe bis zum Boden an.

Damit liegt der Wasserstand nur 2 Zentimeter vom niedrigsten Wasserstand seit Messbeginn entfernt: Am 22. Oktober 2018 wurde am Pegel Kaub ein Wert von 25 Zentimetern gemessen. 

Laut WSA-Prognosen sollen die 25 Zentimeter an diesem Freitag (31. Juli) erneut erreicht und dann am Samstag (1. August) mit 24 Zentimetern unterboten werden. «Normalerweise spitzen sich die Niedrigwasser eher zum Sommerende zu», sagt Moritz Axt vom WSA Rhein. «Wir sind damit sehr früh dran.»

Folgen für Schifffahrt 

Doch nicht an allen Pegeln stehen Rekordwerte bevor. So liegt der Pegel im hessischen Oestrich-Winkel (Rheingau-Taunus-Kreis) mit derzeit 53 Zentimetern noch ein Stück über dem niedrigsten bekannten Wasserstand von 31 Zentimetern aus dem Jahr 1947. Der Prognose zufolge soll der Wert an diesem Pegel bis Samstag auf 46 Zentimeter sinken. 

Dem Amt zufolge ergeben sich daraus unter anderem Auswirkungen auf die Schifffahrt. «Die Schifffahrt kann weniger zuladen, die Fahrten werden dadurch mit fallendem Pegel unwirtschaftlicher.» Ohne Niederschläge blieben die Wasserstände angespannt.

dpa

Bild: Die Wasserstände im Rhein sind sichtlich niedriger. | Thomas Frey/dpa

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Datum: 28.07.2026
Rubrik: Lokales
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