Verbraucherzentrale: Preiskrise macht Verbrauchern zu schaffen

Bericht über aktuelle Entwicklungen zum Weltverbrauchertag

Verbraucherzentrale: Preiskrise macht Verbrauchern zu schaffen

Mainz (dpa/lrs) - Der Weltverbrauchertag steht in diesem Jahr unter dem Motto Preiskrise. «Und auch wir bei der Verbraucherzentrale Rheinland Pfalz stellen fest, dass die steigenden Preise, egal in welchem Bereich, die Verbraucher und Verbraucherinnen umtreiben», sagte Jennifer Vanessa Kaiser, Leiterin der Beratungsstellen und Stützpunkte der Organisation, der Deutschen Presse-Agentur anlässlich des Weltverbrauchertags an diesem Mittwoch (15. März). So verzeichneten die Verbraucherschützer beispielsweise vermehrt Beschwerden im Bereich Handwerkerleistungen.

Viele Handwerker seien dazu übergegangen, zum Beispiel einen Spritzuschlag zu berechnen oder bestimmte Service- und Bearbeitungsgebühren in die Rechnungen aufzunehmen, was die Verbraucher teils verwundere, sagte Kaiser. Allerdings sei klar, dass auch Handwerksbetriebe mit steigenden Kosten zu kämpfen hätten. «Die Zuschläge oder Gebühren sind auch in Ordnung, wenn der Handwerksbetrieb schon bei der Auftragserteilung darauf hinweist, dass er diese erheben wird.» Deswegen sei es immer empfehlenswert, sich einen Kostenvoranschlag einzuholen und genau darauf zu schauen, was wofür berechnet werde. Dann müsse sich der Kunde nicht im Nachhinein über irgendwelche Rechnungsposten streiten.

Die auf breiter Front gestiegenen Preise haben nach Beobachtung der Verbraucherschützer außerdem dazu geführt, dass die Menschen noch mehr im Internet bestellen, weil immer noch der Irrglaube herrsche, dort sei alles billiger und man könne besondere Schnäppchen machen. Es gebe sehr viele Internetseiten mit vermeintlich sehr günstigen Angeboten. «Wenn dann minderwertige Ware aus dem Ausland eintrifft, obwohl man auf einer Internetseite mit der Endung ".de" bestellt hat, droht ein böses Erwachen», warnte sie. Es gebe viele dubiose Seiten, auf denen die Verbraucher minderwertige Ware erhielten. «Kommt die Ware aus dem Ausland, vornehmlich aus Asien, kann es für die Kunden mit Rücknahmen und Rücksendungen richtig kompliziert und teilweise auch sehr teuer werden», berichtete sie.

Um Kunden zu schützen, bietet die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auf ihrer Internetseite einen sogenannten Fake-Shop-Kalender an, mit dessen Hilfe sich die Menschen immer auf den neuesten Stand bringen lassen können und erfahren, wo es aktuell besonders viele Fake-Shop-Seiten gibt. Fake Shop bedeute nicht immer automatisch, dass man gar keine Ware bekomme, sondern auch, dass dort einfach minderwertige Ware verkauft werde oder es sehr viele Probleme bei der Rückabwicklung gebe.

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Datum: 15.03.2023
Rubrik: Wirtschaft
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