Land unterstützt psychosoziale Beratung für Studierende

"Studierende sind sehr stark belastet"

Land unterstützt psychosoziale Beratung für Studierende

Mainz (dpa/lrs) - Corona, der Krieg in der Ukraine und die Klimakrise: Die psychische Belastung Studierender und damit die Wartezeiten auf ein Beratungsgespräch bei den Studierendenwerken steigen. Das hat nun die Landesregierung auf den Plan gerufen. Zum Wintersemester soll ein vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung in Mainz entwickeltes Modellprojekt die psychosoziale Beratung unterstützten, kündigte Gesundheits- und Wissenschaftsminister Clemens Hoch (SPD) am Montag in Mainz an. Sein Haus unterstützt das Projekt mit rund einer halben Million Euro.

Studierende sollen so schneller einen Beratungstermin bekommen und die Berater entlastet werden. Im Durchschnitt beschäftige jedes der fünf Studierendenwerke eine bis zwei Vollzeitkräfte in der psychosozialen Beratung. Diese Kräfte reichten aber nicht mehr aus und die Wartezeiten betrügen teilweise deutlich länger als einen Monat, sagte Hoch.

«Studierende sind sehr stark belastet», sagte Donya Gilan vom Leibniz-Institut für Resilienzforschung. Prüfungsängste, Überforderung, Erschöpfung, private Konflikte in einer sensibelen Lebensphase und die Krisen der Gegenwart nannte sie als Beispiele.

Das Programm des Instituts soll das Selbstmanagement der Studierenden und ihre Resilienz, also ihre Widerstandsfähigkeit gegen Stressfaktoren stärken. Dazu seien sowohl Einzelcoachings als auch Gruppentreffen geplant. Einzelheiten und Teilnahmemöglichkeiten sollen noch vorgestellt werden.

Die fünf Studierendenwerke in Kaiserslautern, Koblenz, Mainz, Trier und der Vorderpfalz betreuen rund 121 600 Studierende an 18 Hochschulen. Sie seien deren Partner im Studienalltag und vor allem für gesunde und preiswerte Ernährung, Wohnraum, Rechtsberatung, psychosoziale Beratung und kulturelle Aktivitäten zuständig, sagte Hoch.

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Datum: 26.06.2023
Rubrik: Bildung
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