Stadtwerke befürchten weitere Energiepreissteigerungen

Erneuerbare Energien und Preisdeckel als Forderung

Stadtwerke befürchten weitere Energiepreissteigerungen

Die Stadtwerke im nördlichen Rheinland-Pfalz befürchten, dass die Energiepreise für die Kunden weiter steigen und fordern daher einen Preisdeckel für Energie. Laut Aussagen des Geschäftsführers der Ahrtal-Werke, Dominik Neswadba, rechne er damit, dass im kommenden Jahr einige Menschen und Unternehmen nicht mehr die Energierechnungen bezahlen könnten und das am Ende sogar die Stadtwerke in Bedrängnis bringen würde. Das Stadtwerk Neuwied fordere daher eine vom Staat finanzierte Deckelung der Gas- und Strompreise. Diese sollten zudem auch zum Sparen anregen. Zum Beispiel würde dann in einem Vier-Personen-Haushalt 75 Prozent des durchschnittlichen Stromverbrauchs gedeckelt würde, die restlichen 25 Prozent würden nicht gedeckelt werden. Das könnte dann den finanziellen Anreiz schaffen, möglichst nur wenig mehr als die gedeckelten 75 Prozent des Durchschnitts an Strom zu verbrauchen. Die Stadtwerke könnten das allerdings nicht leisten, da der Aufwand für jeden Haushalt individuell zu errechnen, wie viel Strom vergünstigt geliefert werden würde, zu hoch sei. Nach Neswadbas Aussagen führe daher kein Weg an erneuerbaren Energien vorbei. Er fordert deshalb, dass die bürokratischen Hürden beim Bau von Windrädern abgebaut werden, um eine Unabhängigkeit von Kohle, Gas und Atomstrom zu gewährleisten.

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Datum: 21.09.2022
Rubrik: Vermischtes
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