
Ausschuss wurden rund 900 E-Mails des Innenministeriums verspätet zugestellt
Untersuchungsausschuss zur Flutkatastrophe holt Vernehmung von Polizeibeamten nach
Mainz (dpa/lrs) - Der Untersuchungsausschuss des Landtags in Rheinland-Pfalz zur Flutkatastrophe im Ahrtal befragt heute mehrere Polizisten und Beamte des Innenministeriums. Die Anhörung dieser Zeugen sollte ursprünglich Anfang November stattfinden, wurde dann aber wegen der verspäteten Übermittlung von Polizeidokumenten an den Untersuchungsausschuss zurückgestellt.
Zuletzt wurden dem Ausschuss rund 900 E-Mails aus dem Lagezentrum des Innenministeriums verspätet zugestellt. Dazu gehört eine Mail vom 14. Juli 2021, in der das Lagezentrum kurz vor Mitternacht (23.52 Uhr) den Eingang von «erschreckenden» Handybildern der Polizeihubschrauberstaffel bestätigt.
Geladen sind am Freitag sieben Zeugen, darunter ein Angehöriger der Polizeihubschrauberstaffel und der Leiter des Lagezentrums im Innenministerium, Heiko Arnd. Die Abgeordneten im Ausschuss wollen unter anderem klären, zu welchem Zeitpunkt die Katastrophe im Ahrtal für die Behörden erkennbar wurde. Auch die Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt in der Frage, ob die Bevölkerung zu spät gewarnt wurde. In der Sturzflut kamen mindestens 134 Menschen im Ahrtal ums Leben.
"Der Abgeordnete Martin Haller (SPD, M) sitzt bei einer Zeugenbefragung als Vorsitzender des Untersuchungsausschusses zur Flutkatastrophe im Ahrtal im rheinland-pfälzischen Landtag." Foto: Frank Rumpenhorst/dpa/Archiv
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