Kooperation ist unerlässlich für gelingende Integration

Integrationslotsen leisten Neuwied weiter großen Dienst

Kooperation ist unerlässlich für gelingende Integration

Geflüchtete in Wohnraum unterzubringen und ihnen ein selbstständiges Leben zu ermöglichen ist Ziel des Projektes „Integration 2.0 – Menschen eine Heimat geben“, das Ende 2020 von der Stadtverwaltung Neuwied initiiert wurde. Es basiert auf einem Konzept der Diakonie Neuwied und setzt auf die Unterstützung durch Integrationslotsen. Die sehr gute Zusammenarbeit von Projektleitung und Integrationslotsen der Diakonie mit dem Sozialamt der Stadtverwaltung zeigt Erfolg: Die Geflüchteten, die 2015 nach Neuwied kamen, sind dezentral untergebracht und nur noch selten auf die Unterstützung des Projektteams angewiesen.

Das Neuwieder Projekt „Integration 2.0“ setzte von Beginn an auf intensive Hilfe zur Selbsthilfe. Seinerzeit galt es, das „Camp Neuwied“ im Stadtteil Block aufzulösen. Die dort untergebrachten Personen wurden einem Stadtratsbeschluss entsprechend in Wohnungen der Gemeindlichen Siedlungs-Gesellschaft Neuwied (GSG) untergebracht. Begleitet wurden sie in ihrem neuen Alltag von Integrationslotsen, die ihre Sprache sprechen und ihnen bei Behördengängen oder dem Arztbesuch zur Seite standen. Dabei sei die Arbeit der Lotsen oft ein Balanceakt, weiß Bürgermeister Peter Jung, denn „Menschen, die neu sind, wünschen sich rund um die Uhr einen Ansprechpartner: Für den Gang zum Jobcenter, zur Bank, oder um die Sozialversicherungsnummer zu erhalten. Die Aufgabe der Lotsen ist aber Hilfe zur Selbsthilfe.“

Projekt „Integration 2.0“: Gute Zusammenarbeit weiterführen

Zum Austausch trafen sich kürzlich die Projektkoordination, Bürgermeister Jung und sein Team des Sozialamtes und die Integrationslotsen des Diakonischen Werkes. Das Projekt „Integration 2.0“ ist ein Erfolg, so waren sich alle einig, Integration bleibe aber eine Herausforderung, die es gemeinschaftlich anzunehmen gelte. Denn neben den bereits 2015 nach Neuwied gekommenen jungen Männern und Familien betreut das Projekt auch viele Menschen, die nun im Zuge der jüngeren Fluchtbewegungen in die Stadt kamen und in GSG-Wohnungen untergebracht sind.

Während die Integrationslotsen sich dabei um den Abbau alltäglicher Integrationshemmnisse kümmern, bietet die Diakonie Neuwied Sozialbetreuung an, die ebenfalls rege genutzt wird. „Die Menschen haben Sorgen und Nöte in Bezug auf ihre Familien im Heimatland oder benötigen Unterstützung infolge von traumatischen Erlebnissen auf der Flucht – da helfen unsere ausgebildeten Sozialbetreuerinnen“, berichtete Renate Schäning, Leiterin des Diakonischen Werks im Evangelischen Kirchenkreis Wied.

Bürgermeister Peter Jung und Sozialamtsleiterin Regina Berger bedankten sich bei allen in der Integrationsarbeit engagierten Personen und sind zuversichtlich, dass auch künftig das Neuwieder Konzept „Integration 2.0“ in dieser guten Zusammenarbeit weitergeführt werden kann.

 

Foto: Stadt Neuwied / Regina Berger

Tauschten sich mit Bürgermeister Peter Jung und Sozialamtsleiterin Regina Berger über die Fortschritte des Projekts „Integration 2.0 – Menschen eine Heimat geben“ aus: (von links) Integrationslotse Amin Valizadeh, Wohnraumkoordinator Jörg Dickenschied, Integrationsloste Ghulam Omar, Sozialarbeiterin Sanja Heune, Sozialarbeiter René Lehmann sowie die Integrationslotsen Noura Ibrahim und Molham Almrie mit Renate Schäning, Geschäftsführerin Diakonie Neuwied.

 

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Datum: 28.06.2023
Rubrik: Neuwied
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