Mittelrhein-Engpass: Kommission für «Power in der Personalgewinnung»

Viele Schiffe nur mit geringer Beladung

Mittelrhein-Engpass: Kommission für «Power in der Personalgewinnung»

Sankt Goar/Berlin (dpa) - Eine schnellere Beseitigung des Schifffahrt-Engpasses auf dem Mittelrhein zwischen Budenheim und Sankt Goar wird nach Expertenansicht vor allem durch fehlendes Personal behindert. Aktuell sei nur die Hälfte der genehmigten Stellen besetzt, heißt es in dem am Dienstag in Berlin vorgelegten Abschlussbericht der «Beschleunigungskommission Mittelrhein». Es fehlten unter anderem Ingenieure, Techniker und technische Zeichner. Für die Engpassbeseitigung seien die nicht besetzten Stellen das größte Hemmnis für die angestrebte Projektbeschleunigung.

Wegen des Engpasses auf der Strecke könnten Schiffe an vielen Tagen im Jahr auf der gesamten Strecke nur mit weniger Ladung fahren, teilte das Bundesverkehrsministerium mit. Die «Beseitigung dieses Nadelöhrs» zähle zu den wichtigsten Wasserstraßenprojekten. Die Kommission wurde Ende 2022 gegründet und besteht aus Vertreterinnen und Vertretern von Ländern, Bund, Wirtschaft, Schifffahrt und Naturschutzverbänden.

In ihrem Abschlussbericht empfiehlt die Kommission unter anderem «mehr Power in der Personalgewinnung». Dafür sollten starre Vorgaben bei der Stellenbesetzung abgebaut und Personal innerhalb der Projekte und Behörden gebündelt werden. Daneben rät die Kommission zu einem koordinierten Vorgehen mit wichtigen Akteuren in der Region, um die Akzeptanz des Projekts zu stärken. Zudem sollten die Abläufe von Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfacht werden.

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Datum: 19.09.2023
Rubrik: Verkehr
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