Menschen in Großstädten am zufriedensten

Koblenz ein "Leuchtturm der Zufriedenheit"

Menschen in Großstädten am zufriedensten

Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzischen Großstädter sind mit der Politik im Land zufriedener als die Bevölkerung in den ländlichen Regionen - am unzufriedensten sind aber die Menschen in den mittelgroßen Städten. «Tier, Koblenz, Mainz und Ludwigshafen sind die Leuchttürme der Zufriedenheit», sagte Projektleiter Uwe Jun bei der Vorstellung der Zwischenergebnisse des ersten Rheinland-Pfalz Monitors am Mittwoch in Mainz. 

Am höchsten seien die politische Unzufriedenheit und die Zukunftsängste in den Mittelstädten mit 20 000 bis 100 000 Einwohnern wie Pirmasens, Worms, Speyer, Kaiserslautern, Landau oder Bingen.  Die Gründe dafür sollten bis zur vollständigen Auswertung der Studie im Herbst analysiert werden. Möglicherweise hänge es mit der Infrastruktur und den Erwartungen an deren Qualität zusammen, sagte Jun.

Die überraschend kritische Einstellung der Menschen in den Mittelstädten mache sich beispielsweise in einer höheren Unzufriedenheit gegenüber allen politischen Institutionen bemerkbar - von der Landesregierung über den Landtag bis zur öffentlichen Verwaltung, erläuterte der Politikwissenschaftler. Die Sorge vor der Kriminalität im Alltag sei bei ihnen auch höher (56 Prozent gegenüber 42 bei den übrigen Befragten). Die Menschen in den Mittelstädten seien auch weniger mit ihrer sozialen Absicherung zufrieden als die übrige Bevölkerung (etwa zwei Drittel gegenüber 75 Prozent).

Migration und Geflüchtete - das wichtigste politische Problem für alle Rheinland-Pfälzer - werde in den mittelgroßen Städten auch noch einmal stärker wahrgenommen (21 Prozent gegenüber 13 Prozent). Der Verkehr wird dagegen deutlich weniger stark als Problem empfunden (7 Prozent zu 13).

Auftraggeber des ersten Rheinland-Pfalz Monitors ist der Landtag. An der repräsentativen Befragung von Infratest-Dimap im vergangenen Sommer (Juni und Juli) haben Jun zufolge 1216 Menschen teilgenommen.  Er ist Politikwissenschaftler an der Universität Trier und ist geschäftsführender Direktor des Instituts für Demokratie und Parteienforschung.

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Datum: 07.02.2024
Rubrik: Gesellschaft
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