Rheinland-Pfalz fordert Gesamtpaket für den ÖPNV

Auf der Suche nach dem Nachfolgemodell für das 9-Euro-Ticket

Rheinland-Pfalz fordert Gesamtpaket für den ÖPNV

Mainz (dpa/lrs) - Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die Weiterentwicklung des 9-Euro-Tickets mittragen, fordert aber ein Gesamtpaket für den ÖPNV. Der öffentliche Personennahverkehr befinde sich «aufgrund der stark gestiegenen Energie-, Investitions- und Personalkosten in einer akuten wirtschaftlichen Notsituation», erklärte Mobilitätsministerin Katrin Eder (Grüne) am Montag nach einer Online-Sonderkonferenz der Verkehrsministerinnen und -minister von Bund und Ländern.

Daher sei es «absolut entscheidend, dass eine Nachfolge des 9-Euro-Tickets in einem Gesamtpaket inklusive einer Erhöhung der Regionalisierungsmittel zur Sicherung der Verkehrsleistung und für Investitionen erfolgt». Ansonsten drohten Abbestellungen von Buslinien oder Zugleistungen, wie es in anderen Bundesländern bereits geschehen sei.

Eder begrüßte das Ergebnis der Konferenz, wonach eine Arbeitsgruppe eingerichtet wird, um Finanzierung und Rahmenvorgaben für ein Nachfolgeticket zu gestalten. «Grundsätzlich will und wird Rheinland-Pfalz sich an einer Weiterentwicklung des 9-Euro-Tickets beteiligen.»

Die Bundesregierung hatte sich darauf verständigt, für ein bundesweites Nahverkehrsticket 1,5 Milliarden Euro bereitzustellen, wenn sich die Länder im gleichen Umfang beteiligen. Der Staatssekretär im Mobilitätsministerium, Michael Hauer, hat den Anteil von Rheinland-Pfalz mit rund 80 Millionen Euro beziffert.

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Datum: 20.09.2022
Rubrik: Verkehr
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