Kammer sieht wachsendes Interesse an Pflegeberufen

Die Kammer zählt nach eigenen Angaben rund 42 000 Mitglieder in Rheinland-Pfalz

Kammer sieht wachsendes Interesse an Pflegeberufen

Mainz (dpa/lrs) - Die Pflegebranche befindet sich nach eigenen Angaben in einem zunehmenden Wettbewerb mit anderen Berufsfeldern um Nachwuchskräfte. Aber nicht nur dieser «Kampf um Talente», sondern auch das Interesse an Pflegeberufen habe in den vergangenen Jahren zugenommen, sagte der Präsident der Landespflegekammer Rheinland-Pfalz, Markus Mai, am Montag in Mainz. Bundesweit seien zuletzt sieben Prozent mehr Auszubildende in Pflegeberufen verzeichnet worden, dieser Trend lasse sich auch in Rheinland-Pfalz erkennen.

Mai sprach sich für eine Anhebung des Einstiegsgehalts für Pflegefachpersonen auf 4000 Euro brutto im Monat aus. Doch um die Attraktivität des Berufs zu steigern, seien außer einer besseren Entlohnung noch andere Dinge notwendig. «Man darf die Diskussion nicht aufs Geld verkürzen», warnte er. Mai sprach sich für eine Rente für Pflegebeschäftigte ab 63 ohne Abschlag und eine Senkung der Belastung von Pflegekräften im Berufsalltag aus. Um die Pflegefachkräfte zu entlasten, könnten beispielsweise Angehörige, Freunde und Nachbarn von Pflegebedürftigen stärker in einfache Pflegemaßnahmen einbezogen werden. «Die müssten dafür dann auch entschädigt werden», sagte Mai.

Wichtige Impulse für die Branche erwartet die Kammer vom rheinland-pfälzischen Pflegetag, der an diesem Mittwoch in Mainz veranstaltet wird. Laut Kammer ist der Kongress, der erstmals nach drei Jahren Corona-Pause wieder stattfindet, die größte derartige Fachtagung in Südwestdeutschland. Erstmals soll auch im Vorfeld des Pflegetags an diesem Dienstagabend ein neuer rheinland-pfälzischer Pflegepreis verliehen werden. Dabei werden besondere Persönlichkeiten, Konzepte, innovative Projekte und nachahmenswerte Beispiele aus Rheinland-Pfalz in vier Kategorien ausgezeichnet.

Die Kammer zählt nach eigenen Angaben rund 42 000 Mitglieder in Rheinland-Pfalz. Davon arbeiten etwa 13 Prozent in der ambulanten Pflege und 58 Prozent in Krankenhäusern. Die verbleibenden 29 Prozent verteilen sich auf andere Pflegebereiche wie Altenpflegeschule, Behindertenhilfe, Reha-Einrichtungen und Hospiz. Dabei handelt es sich um Pflegefachpersonen. Die Zahl der Beschäftigten im Pflegebereich liegt höher, da Hilfskräfte keine Mitglieder der Pflegekammer sind.

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Datum: 28.11.2022
Rubrik: Gesellschaft
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