Jugend forscht: Drei Erstplatzierungen  gehen an Koblenzer Schulen

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Jugend forscht: Drei Erstplatzierungen gehen an Koblenzer Schulen

KOBLENZ. Kann man aus Pilzen Bausteine herstellen? Hat die Lichtfarbe Einfluss auf die Leistungsfähigkeit von Solaranlagen? Wie reagieren Ameisen auf Mikroplastik? Auf diese und viele weitere Fragen haben Nachwuchsforscherinnen und -forscher aus dem nördlichen Rheinland-Pfalz Antworten gefunden. Im Rahmen des Koblenzer Regionalwettbewerbs von „Jugend forscht“ und „Jugend forscht junior“ präsentierten sie jetzt ihre Projekte in den Räumen der Hochschule Koblenz und stellten sich den Bewertungen der Fachjury. Am Ende qualifizierten sich 12 Kinder und Jugendliche für den Landeswettbewerb und sind damit eine Runde weiter.

Ob mit Modellen, Programmen oder Versuchsaufbauten – auf ganz unterschiedliche Art und Weise präsentierten Schülerinnen und Schüler in der Hochschule Koblenz auf der Karthause ihre Wettbewerbsbeiträge. Insgesamt 109 Kinder und Jugendliche vor allem aus Koblenz, dem Kreis Mayen-Koblenz, dem Kreis Neuwied, dem Westerwaldkreis, dem Kreis Altenkirchen und dem RheinLahn-Kreis hatten sich diesmal am Wettbewerb beteiligt und dazu 61 Projekte eingereicht. „Die Fülle und Qualität der diesjährigen Beiträge zeigt einmal wieder, wie wichtig dieser Wettbewerb zur Förderung des Wissenschaftsnachwuchses ist“, erklärt Marcelo Peerenboom, Patenbeauftragter der Energieversorgung Mittelrhein (evm). Die evm richtet in diesem Jahr bereits zum 25. Mal den Wettbewerb als Patenunternehmen aus. „Seit 25 Jahren fördert die Energieversorgung Mittelrhein als Patenunternehmen den regionalen Wissenschaftsnachwuchs. Für die langjährige Unterstützung danken wir der evm herzlich“, sagte Kristina Ollrogge von der Bundesstiftung Jugend forscht. „Dass ein Unternehmen sich über so viele Jahre engagiert, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Ollrogge, die eigens aus Hamburg nach Koblenz gekommen war, um zu gratulieren. Ihr Dank galt auch Helmut Meixner und Julia Zander, die den Wettbewerb leiten.

Auch der Präsident der gastgebenden Hochschule Koblenz, Prof. Dr. Karl Stoffel, war begeistert: „Der Wettbewerb ‚Jugend forscht‘ zeigt jedes Jahr aufs Neue, mit wie viel Kreativität, Ausdauer und wissenschaftlicher Neugier junge Menschen an Fragestellungen unserer Zeit herangehen. Dieses Engagement beeindruckt mich sehr. Als Hochschule sehen wir es als unsere Aufgabe, solche Talente frühzeitig zu fördern und Räume zu schaffen, in denen Ideen wachsen können.“

Gewinner aus Koblenz

Unter den Gewinnern waren in diesem Jahr auch wieder bekannte Gesichter. Kari Kläsen und Klara Weiß vom Görres-Gymnasium in Koblenz holten mit einer Verbesserung ihres selbstentwickelten Superkondensator aus Zement, Aktivkohle und Wasser den ersten Platz in der Kategorie Chemie und qualifizierten sich damit für den Landeswettbewerb. „Im Gegenteil zu einer herkömmlichen Batterie, können Supercaps sehr schnell geladen und entladen werden. Uns ist es gelungen, ein einen solchen Superkondensator nachzubauen und seine Kapazität zu erhöhen“, erklärten die beiden ihr Projekt.

Auch in der Kategorie Biologie konnte ein Koblenzer Gymnasium punkten. Hendrik Bibow vom Maxvon-Laue-Gymnasium sicherte sich hier mit seinem Projekt „Stress mit Nutzen: Ethanol und  hormetische Effekte mit Hefe“ den ersten Platz und damit ein Ticket zum Landeswettbewerb. „Durch meine Versuchsreihe konnte ich nachweisen, dass Hefezellen in der Lage sind, auf unterschiedliche Ethanolkonzentrationen adaptiv zu reagieren, wodurch sich hormetische Effekte in zellulären Stresssituationen bestätigen lassen“, so Hendrik.

Zum Landeswettbewerb geht es auch für Collin Esslinger vom Bischöflichen Cusanus-Gymnasium, der mit seinem Colbot schon mehrmals teilgenommen hat und diesmal das Siegertreppchen in der Kategorie Technik anführt. „Seit drei Jahren konstruiere ich einen Roboter, der Objekte aufnehmen und zu einem anderen Ort bringen soll. Im vergangenen Jahr habe ich diesen komplett neu aufgebaut und programmiert. Er kann nun seine Umgebung erkennen und merken“, erklärt Collin.

Landeswettbewerb

Für die Erstplatzierten geht es schon in wenigen Wochen weiter. Vom 17. bis 19. März findet bei der BASF in Ludwigshafen der Landeswettbewerb „Jugend forscht“ statt. Für die jüngeren Siegerinnen und Sieger geht es am 23. und 24. April zu Boehringer Ingelheim. Dort wird der Landeswettbewerb von „Jugend forsch junior“ ausgetragen. „Ich freue mich, dass unsere Region mit so spannenden und innovativen Projekten vertreten ist. Ich drücke all unseren Regionalsiegern fest die Daumen und hoffe, dass sich einige dort für den Bundeswettbewerb qualifizieren“, so Patenbeauftragter Peerenboom. 

 

Quelle: Energieversorgung Mittelrhein AG | Foto: Sascha Ditscher/evm 

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Datum: 10.02.2026
Rubrik: Lokales
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