
Spargelernte startet – Bauern erwarten steigenden Preise
Spargelfans müssen sich wohl auf höhere Preise einstellen: Energie und Mindestlohn treiben die Kosten nach oben. Ab wann gehen die Stangen in den Verkauf?
Koblenz (dpa/lrs) -
Die Spargelernte in Rheinland-Pfalz hat begonnen. Während im Süden des Landes vereinzelt gestochen wird, startet die Ernte im Norden erst später, wie der Bauern- und Winzerverband Rheinland-Nassau mitteilte. Die Witterung in diesem Jahr sei bislang «in Ordnung» gewesen, teilte ein Verbandssprecher mit: «Es gab genug Regen und genug Wärme und Sonne», sagte er. Nennenswerte Spargelmengen werden jedoch erst im April im Verkauf erwartet.
Der Verband im Norden des Landes erwartet auch in diesem Jahr steigende Preise, unter anderem wegen «viel zu stark» gestiegener Energiekosten. «Ein wirklich großes Problem bereiten den Bauern die Mindestlöhne für Saisonarbeitskräfte. Dieser ist in Anbetracht der Konkurrenz innerhalb und außerhalb der EU deutlich zu hoch», sagte der Sprecher. Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland beträgt seit diesem Jahr 13,90 Euro pro Stunde, eine erneute Erhöhung auf 14,60 Euro ist für den 1. Januar 2027 geplant.
«Der Spargel ist als handarbeitsintensive Sonderkultur immer abhängig von Saisonarbeitskräften, ohne deren Verfügbarkeit keine Ernte möglich ist», sagte eine Sprecherin des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd. Sie betonte, dass der Preis immer abhängig vom Ertrag, der Sortierung und den Betriebskosten sei, und verwies ebenfalls auf den gestiegenen Mindestlohn. Eine Prognose für den Spargelpreis könne daher noch nicht gegeben werden.
dpa
Bild: Der Spargel in diesem Jahr könnte wieder teurer werden. (Symbolbild) | Thomas Frey/dpa
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