
«Sir Tom» und «Schlosshure» Bill zu Burgbesuch an der Mosel
Vergessen ist Hollywood, für die Kaulitz-Zwillinge geht es nach Cochem. Hier läuft vieles anders, als die Stars es gewohnt sind. Was passiert im Burgkeller nach Sonnenuntergang?
Cochem (dpa) -
Normalerweise heißt es bei den Kaulitz-Zwillingen «The Party has arrived», wenn sie irgendwo eintreffen. Doch nach ihrer Ankunft in Cochem an der Mosel steht für Bill und Tom (36) zunächst etwas ganz anderes auf dem Plan: eine Reise ins Mittelalter.
In der neuen Staffel ihrer Serie «Kaulitz & Kaulitz», die vor wenigen Tagen auf Netflix erschien, verschlägt es die Zwillinge in der siebten Folge nach Rheinland-Pfalz, genauer gesagt an die Reichsburg Cochem. «Das ist bei Bielefeld und Koblenz», sagt Bill. Zwischen Cochem und Bielefeld liegen allerdings etwa 300 Kilometer. Tom beschreibt den Ort als «ganz idyllisch, hübsch und wahnsinnig schön». Der Ausflug ist ein Geschenk an Werner, den Partner ihrer Mutter - seines Zeichens ein großer Ritter-Fan.
Mit der Jacht über die Mosel?
Zunächst beginnt alles Kaulitz-typisch: Auf einer Mosel-Flussfahrt stoßen die bei Magdeburg aufgewachsenen Zwillinge mit ihrer Mutter und deren Partner Werner mit einem Gläschen an. Tom nennt den Ausflug «Kaffeefahrt» und Bill fragt, ob hier manchmal auch Jachten anlegen. Tom setzt sich kurzerhand die Kapitänsmütze auf und nimmt das Steuer selbst in die Hand. Ein Test zeigt: Ja, die Hupe geht. Anstelle der Hollywood Hills in ihrer Wahlheimat Los Angeles können die Brüder die Randhöhen des Moseltals sehen.
Angekommen an der Reichsburg kommt Werner nicht aus dem Strahlen raus. Auch Tom zeigt sich begeistert – zumindest würde er nach eigenen Worten nicht nein sagen, wenn ihm jemand die Burg vermieten würde. Dabei weiß er zu dem Zeitpunkt noch nicht, was ihn im Inneren erwartet.
Der Burgführer empfängt die Stars von der Band Tokio Hotel («Durch den Monsun») nicht etwa mit einem Glas Champagner, sondern mit einem Rundgang, Geschichtswissen - und Fakten, Fakten, Fakten. Unmissverständlich wird klar: Den Geschmack der Brüder trifft das nicht.
«Richtig wild zur Sache»
Doch nach Sonnenuntergang soll es endlich losgehen: Es gibt eine Party im Burgkeller. «Ich stell' mir das auch so richtig dreckig vor, also dass sich alle wirklich vergessen, so besoffen sind, dass sie gar nicht mehr laufen können und es da richtig wild zur Sache geht», sagt Tom. Die Vorfreude ist unverkennbar.
Die vier Besucher kleiden sich in mittelalterliche Kostüme - und sind damit im Partykeller fast die Einzigen. Ein kleiner Dämpfer, den die Star-Gäste schnell überspielen. «Falls ihr es nicht erkannt habt, ich bin die Schlosshure», sagt Bill - ausgestattet mit Kranz und Schleier. Seine Mutter ergänzt: «Und ich bin die Mutter, die das Kind nicht im Griff hat.»
Tom legt seine Motivation offen: «Das Einzige, warum ich da bleibe, ist, dass ich noch zum Ritter geschlagen werden kann.» Die Stimmung steigt sichtlich, als die Schnäpse ausgepackt werden, Tanz und Gesang lassen nicht mehr lang auf sich warten.
Das Highlight folgt zum Schluss: In Cochem lassen sich Tom und Werner im Keller der Reichsburg nach einem Wett-Trinken zu Rittern schlagen. «Ab jetzt kannst du mich Sir Tom, nur noch Sir Tom nennen», erklärt Tom seinem Bruder. «Schlosshure» Bill erwidert zum Abschluss des Ausflugs: «Du bist Ritter und ich mach mir jetzt den Hausmeister klar.»
dpa
Bild: Die Kaulitz-Brüder reisen in der dritten Staffel ihrer Serie auch an die Mosel. (Archivbild) | Sebastian Gollnow/dpa
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