Innenminister: Löschroboter allein reichen nicht aus

 

Innenminister: Löschroboter allein reichen nicht aus

Der Blick nach Südeuropa zeigt, wie wichtig modernes Löschgerät für den Kampf gegen Waldbrände ist. Nur neu kaufen reicht aber nicht, wie der Innenminister erklärt.

Mainz (dpa/lrs) -

Beim Kauf neuer Ausrüstung zur Bekämpfung von Waldbränden muss nach Meinung des rheinland-pfälzischen Innenministers Achim Schwickert genau hingeschaut werden. Mit Blick etwa auf Löschroboter, die aus der Ferne steuerbar sind, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Mainz: «Wir müssen uns angucken, welchen konkreten Mehrwert sie haben und müssen analysieren, was man damit erreicht.»

Vor einigen Wochen war bei dem Waldbrand in der Nähe des Rotenfels an der Nahe ein Löschroboter aus Niedersachsen eingesetzt worden. Die Löscharbeiten waren dort schwierig, weil das Gelände mit Munition belastet ist. Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hatte vor Ort gesagt, das Land müsse sich für die Zukunft noch stärker aufstellen. Es sei zu überlegen, ob Löschroboter auch ein für Rheinland-Pfalz geeignetes Gerät sein könnten.

Bei einem Brand in einem Waldstück im Kreis Bad Kreuznach wurde auf einen Löschroboter aus Niedersachsen gesetzt. (Archivfoto)

Bei einem Brand in einem Waldstück im Kreis Bad Kreuznach wurde auf einen Löschroboter aus Niedersachsen gesetzt. (Archivfoto) | Thomas Frey/dpa

Innenminister Schwickert sagte der dpa: «Nur so einen Roboter zu haben, reicht noch lange nicht aus.» Dann müsse auch Personal dafür vorgehalten werden, und der Roboter müsse in den Einsatz gebracht werden können. «Wir können den Kommunen nicht sagen: Er steht in Koblenz, ihr könnt ihn euch holen.»

Auch große Aggregate für Stromerzeugung müssen nach Ansicht Schwickerts beim Land vorgehalten werden. «Aber dann auch mit Mann und Maus, also mit dem dafür notwendigen Personal und der Fachexpertise», sagte der Minister. Dafür sei das neue Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz auch da.

dpa

Bild: Es müsse geschaut werden, welchen Mehrwert neues Gerät bringen könne, sagt Innenminister Schwickert. | Helmut Fricke/dpa

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Datum: 29.07.2026
Rubrik: Lokales
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