
Alice Merton: «Wenn jemand Musik braucht: Here I am!»
Nach einem Engagement bei den Nibelungen-Festspielen ist die «No Roots»-Sängerin auf den Geschmack gekommen. Merton träumt von einer modernen Rock-Oper – und von großen Geschichten.
Worms (dpa) -
Sängerin Alice Merton («No Roots») würde gerne mehr Musik für Theater, Serien oder eine moderne Rock-Oper schreiben. Die 32-Jährige hat gerade ein Engagement bei den Nibelungen-Festspielen in Worms hinter sich. «Ich habe das Gefühl, da wurde eine Tür aufgestoßen», sagte Merton der Deutschen Presse-Agentur. Für die Festspiele habe sie «dramatischere Lieder» schreiben können als bisher. «Wenn jemand Musik braucht: Here I am!»
Merton und der Gitarrist Alexander Wolfe hatten für die Aufführung «Die Hunnenkönigin» in Worms am Rhein den Soundtrack komponiert und auf der Bühne allabendlich live gespielt. Das Duo erhielt dafür den Mario-Adorf-Preis.
Große Geschichten und große Gefühle
Ihr sei in Worms erneut klargeworden, wie viel eine Melodie erzählen könne, ohne dass Schauspieler dafür Worte finden müssten, sagte die in Frankfurt/Main geborene Merton. Das fasziniere sie. Sie sei ein Opernfan und träume von einer zeitgemäßen Variante der Kunstform. «Rock, Pop, Jazz oder Soul – verbunden mit großen Geschichten und großen Gefühlen. Das wäre es.»
Gerne würde sie mit einem Autor eine Geschichte entwickeln und dafür die Musik schreiben, sagte Merton. «Ich hoffe jedenfalls, dass das jetzt nicht das letzte Mal war, dass ich Lieder für ein Stück beisteuern konnte.»
dpa
Bild: Alice im Nibelungenland: Merton wurde 2017 mit dem Hit «No Roots» international bekannt. (Archivbild) | Uwe Anspach/dpa
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