
Feuerwehr-Gewerkschaft: Waldbrandbekämpfung braucht Top-Prio
Die aktuellen Waldbrände zeigen laut Feuerwehr-Gewerkschaft: Es gibt eine lange To-Do-Liste, um die enormen Herausforderungen zu stemmen. Und statt vieler Einzelmaßnahmen brauche es ein Gesamtkonzept.
Monschau/Hürtgenwald (dpa) -
Die Waldbrandbekämpfung muss aus Sicht der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft angesichts der Klimaveränderungen dauerhaft einen höheren Stellenwert bekommen. Es gebe Verbesserungsbedarf in vielen Punkten und brauche ein Gesamtkonzept, mahnte die Gewerkschaft.
Die Wald- und Vegetationsbrände zeigten deutlich, mit welchen enormen Herausforderungen - große Flächen, schwieriges Gelände, hohe Temperaturen und lang andauernde Einsatzlagen - die Einsatzkräfte konfrontiert seien. Aber: «Spezielle Ausstattung wie geländegängige Fahrzeuge, Löschrucksäcke, Pumpen oder Drohnen ist bislang nicht flächendeckend vorhanden, auch bei Ausbildung und Schutzausrüstung besteht Nachholbedarf», hieß es.
Aus Sicht der Gewerkschaft sollte ein flächendeckendes Gesamtsystem entwickelt werden. Dazu gehörten bedarfsgerechte Ausstattung, verbindliche Waldbrandmodule, verpflichtende Aus- und Fortbildung oder auch geeignete Schutzausrüstung.
Auch die freiwilligen Feuerwehren sollten gestärkt werden. «Gerade in ländlichen Regionen sind freiwillige Feuerwehren unverzichtbar und benötigen bei lang andauernden Lagen entsprechende Ausstattung und Ablösekonzepte.» Die Landwirtschaft leiste mit Wasser und Maschinen wichtige Unterstützung - diese Zusammenarbeit sollte nach Einschätzung der Gewerkschaft künftig besser vorbereitet werden.
dpa
Bild: Die Deutsche Feuerwehr-Gewerkschaft verlangt Verbesserungen. | Federico Gambarini/dpa
Berichterstattung regional und aktuell aus Koblenz und der Region Mittelrhein.















































