Viele Orte im Westerwald nach Unwetter weiter ohne Strom

 

Viele Orte im Westerwald nach Unwetter weiter ohne Strom

Einsatzkräfte und Energieversorger arbeiten nach dem Sturm daran, die Schäden zu beheben und die Versorgung wiederherzustellen. Teile von Dächern und Fassaden könnten sich noch lösen und herabstürzen.

Mainz/Montabaur (dpa/lrs) -

Nach dem starken Unwetter im nördlichen Rheinland-Pfalz sind zahlreiche Orte weiter ohne Strom. Insgesamt seien 65 Ortsgemeinden zumindest zeitweise von einem Stromausfall betroffen gewesen, sagte eine Sprecherin der Energieversorgung Mittelrhein. Gut die Hälfte der Gemeinden sei um 08.30 Uhr wieder am Netz gewesen, die andere Hälfte jedoch noch ohne Strom. 

Der Energieversorger arbeite mit Hochdruck daran, alle Gemeinden wieder ans Stromnetz zu bekommen. «Wir haben alle verfügbaren Kräfte in den Westerwald geschickt», sagte die Sprecherin. 

Auch die Verbandsgemeinde Höhr-Grenzhausen teilte mit, dass weiterhin Einschränkungen bei der Stromversorgung bestehen. Kammerforst und Grenzau seien weiterhin ohne Strom. «In Hilgert konnte die Stromversorgung teilweise wiederhergestellt werden, sie ist dort jedoch noch nicht vollständig wiederhergestellt.»

Bestandsaufnahme der Schäden läuft

Die Einsatzkräfte in der Verbandsgemeinde seien weiterhin mit der Bewältigung der zahlreichen Schäden beschäftigt. «Derzeit läuft im gesamten Gebiet der Verbandsgemeinde noch die Bestandsaufnahme der Schäden.» Auch eine Sprecherin des Westerwaldkreises sagte, dass aktuell noch die Sammlung der Schäden laufe. 

Zahlreiche Gebäude wurden im Westerwald beschädigt.

Zahlreiche Gebäude wurden im Westerwald beschädigt. | Thomas Frey/dpa

In Höhr-Grenzhausen und in Hilgert seien alle Spielplätze und Friedhöfe aufgrund der weiterhin bestehenden Gefahren gesperrt, so die Verbandsgemeinde. «Wir bitten außerdem dringend darum, derzeit auf Spaziergänge in Wäldern und in der Nähe von Bäumen zu verzichten.» Durch den Sturm könnten Bäume und Äste beschädigt oder instabil sein. Auch im Bereich beschädigter Gebäude sei weiterhin Vorsicht geboten, Teile von Dächern und Fassaden könnten sich noch lösen und herabstürzen.

Die heftigen Unwetter haben am Mittwochabend vor allem im nördlichen Rheinland-Pfalz schwere Schäden angerichtet. In Waldorf im Landkreis Ahrweiler kam eine Frau ums Leben, weitere Menschen wurden verletzt. Mehrere Gebäude wurden teils zerstört.

dpa

Bild: Die Einsatzkräfte in Höhr-Grenzhausen sind weiterhin mit der Bewältigung der zahlreichen Schäden beschäftigt. | Thomas Frey/dpa

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Datum: 20.08.2026
Rubrik: Lokales
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