
«Wunderbares Beispiel» - Feuerwehr erlebt große Solidarität
Ein Brand hat Rettungskräfte in der Pfalz schwer getroffen. Doch auf den Verlust folgt Hilfsbereitschaft: Menschen und Institutionen bieten Fahrzeuge, Ausrüstung, Geld und sogar Verpflegung an.
Offenbach an der Queich (dpa/lrs) -
Nach dem verheerenden Brand bei der Freiwilligen Feuerwehr in Offenbach an der Queich (Kreis Südliche Weinstraße) spürt die Verwaltung eine große Welle der Hilfsbereitschaft. «Besonders beeindruckt hat mich die Solidarität aus der eigenen Bevölkerung, aber auch weit darüber hinaus», sagte Landrat Dietmar Seefeldt (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Fast aus dem ganzen Land seien Hilfsangebote eingegangen.
Bei dem Feuer in der Nacht zum 28. September war die Halle der Feuerwehr ausgebrannt. Sechs Fahrzeuge wurden zerstört, der Schaden geht in die Millionen Euro. Feuerwehrleute konnten einige Fahrzeuge vor den Flammen retten. «Dass wir die Einsatzbereitschaft wieder sicherstellen können, ist keine Selbstverständlichkeit», sagte Seefeldt. Zahlreiche Menschen und Institutionen hätten Fahrzeuge, Ausrüstung, Geld oder andere Unterstützung angeboten.
Feuerwehr koordiniert Angebote
Auch für die Einsatzkräfte selbst habe es Hilfsangebote gegeben, etwa zur Verpflegung. Die Feuerwehr koordiniere gerade die Angebote, sagte Seefeldt. Zunächst müsse sortiert werden, was kurzfristig gebraucht werde, was mittelfristig und wo langfristig eine Lücke bleibe.
Die Unterstützung sei für ihn auch ein wichtiges Zeichen des gesellschaftlichen Zusammenhalts. «Es ist bei Weitem nicht alles schlecht, und das ist ein wunderbares Beispiel», sagte der Landrat. Die Feuerwehrleute in Offenbach seien ehrenamtlich tätig und hätten durch den Brand «ihr altes Zuhause verloren». Umso wichtiger sei die Wertschätzung für ihre Arbeit.
Rückendeckung vom Land
Auch von den politischen Ebenen gebe es Rückendeckung. Das Landesamt für Brand- und Katastrophenschutz (LfBK) und der Landesbrand- und Feuerwehrinspekteur sowie Staatssekretär Dirk Herber hätten Unterstützung zugesagt. Nun gehe es darum, die zerstörte Infrastruktur möglichst schnell wiederherzustellen. Die Halle müsse aufgebaut werden, zudem müssten neue Fahrzeuge beschafft werden, sagte Seefeldt. Eine konkrete Zeitspanne lasse sich jedoch nicht nennen.
Unterdessen laufen die Ermittlungen zur Brandursache. In der neuen Woche soll es dazu einen weiteren Termin geben. Seefeldt wollte dem Ergebnis nicht vorgreifen. Es werde geprüft, ob ein technischer Defekt das Feuer ausgelöst habe. Auch die Ausstattung künftiger Feuerwehrgerätehäuser müsse geprüft werden. Denkbar sei etwa, kleinere Einheiten zu bauen, in denen weniger Fahrzeuge untergebracht seien. Bei größeren Hallen stelle sich die Frage nach einer Brandmeldeanlage.
dpa
Bild: Flammen schlugen bei dem Brand aus dem Gebäude. | Seefeldt/Kreisverwaltung Südliche Weinstraße/dpa
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