
Deutlich weniger Ausfälle wegen kranker Lokführer
Mal eine gute Nachricht von den S-Bahnen: Im ersten Halbjahr waren nur noch 3,4 Prozent der Fahrtausfälle krankheitsbedingt.
Hofheim (dpa) -
Im Rhein-Main-Gebiet fallen weniger S-Bahnen wegen kranken Mitarbeitern aus als zuvor. Die «personalbedingten Ausfälle» im ersten Halbjahr 2026 sanken auf 3,4 Prozent, wie ein Sprecher des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) in Hofheim der dpa sagte. Das war nur noch rund ein Viertel des Werts im Vorjahreszeitraums, in dem 13,2 Prozent der ausgefallenen Fahrten krankheitsbedingt waren.
Wenn S-Bahnen ausfallen, hat das meist andere Gründe. «Die häufigsten Ausfallursachen waren das hohe Baustellengeschehen und Störungen des Betriebsablaufs durch technische Einflüsse und höhere Gewalt», berichtete der Sprecher.
Insgesamt betrug die Zuverlässigkeit der S-Bahnen im ersten Halbjahr 2026 laut früheren Angaben des RMV 93,6 Prozent nach 90,4 Prozent im Vorjahreszeitraum. Dieser Wert gibt an, wie viele im Fahrplan angekündigte Bahnen tatsächlich fahren.

Eine Neuerung: Das Rad kann in der Wand parken. (Archivbild) | Helmut Fricke/dpa
Ab Ende Oktober fahren im Rhein-Main-Gebiet die ersten von knapp 100 neu designten S-Bahnen. Außen sind die Züge nicht mehr rot, sondern weiß mit blauem Streifen und grüner Front. Innen dominieren die Farben Weiß und Grau mit Elementen in Holzoptik. Es gibt keine erste Klasse mehr, dafür Steckdosen unter den Sitzen und neue Abstellmöglichkeiten für Räder.
Durch einen trichterförmigen Einstieg sollen zudem Verspätungen reduziert werden. Dafür wurden an den Eingängen Sitze ausgebaut, damit die Fahrgäste schneller ein- und aussteigen können. Der RMV erhofft sich dadurch mehr Pünktlichkeit und rechnet mit 15 Prozent mehr Kapazität pro Zug.
dpa
Bild: Die neuen Bahnen wurden Mitte September vorgestellt. (Archivbild) | Helmut Fricke/dpa
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