
Kammer warnt wegen geplanter Wohngeldkürzung vor mehr Armut
Miete, Heizung, Strom: Schon heute suchen immer mehr Menschen Hilfe, weil sie ihre Rechnungen kaum bezahlen können. Was die geplante Wohngeldkürzung bedeutet.
Saarbrücken (dpa/lrs) -
Die geplante Wohngeldkürzung droht nach Einschätzung der Arbeitskammer des Saarlandes die Belastung für Tausende Menschen im Saarland zu verschärfen. Bereits heute wendeten sich immer mehr Ratsuchende an die Kammer, weil sie Schwierigkeiten hätten, ihre Miete, Heizkosten oder Stromrechnungen zu bezahlen, teilte die Arbeitskammer zum Internationalen Tag für die Beseitigung von Armut an diesem Samstag mit.
Das Wohngeld sei weit mehr als ein Zuschuss zu den Wohnkosten. «Es verhindert, dass Menschen mit geringen Einkommen in Armut oder den Bezug weiterer Sozialleistungen abrutschen. Wer hier kürzt, erhöht das Risiko von Mietschulden, Wohnungsverlust und sozialem Abstieg», teilte Jörg Caspar als Vorstandsvorsitzender der Arbeitskammer des Saarlandes mit.
Das Bundeskabinett hatte einen Entwurf von Bauministerin Verena Hubertz (SPD) zum Wohngeld beschlossen, mit dem zwischen 1,5 Milliarden Euro und zwei Milliarden Euro eingespart werden sollen. Der Kreis der Empfänger soll kleiner, die Summen sollen geringer ausfallen. Das letzte Wort hat der Bundestag.
dpa
Bild: Die Bundesregierung plant massive Einschnitte beim Wohngeld. (Symbolbild) | Robert Michael/dpa
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