
Rehe und Rotwild knabbern Knospen und Rinden im Wald weg
Die Schäden im Forst können für die Waldbesitzer beträchtlich sein. Die Maßnahmen zur Verhütung von Verbiss- und Schälschäden kosten viel Geld.
Mainz (dpa/lrs) -
In den rheinland-pfälzischen Wäldern sind Eichen, Buchen und Tannen am meisten von Verbissschäden betroffen. Die Ausgaben für den Schäl- und Verbissschutz im Staatswald sind nach Angaben von Forstministerin Christine Schneider (CDU) im vergangenen Jahr spürbar gestiegen.
Der Wildverbiss geht auf Reh-, Rot- und Muffelwild zurück. Die Tiere leben zu einem gewissen Teil von den Knospen von Sträuchern und Bäumen im Wald. Wird von einer Pflanze wiederholt gefressen, verbuscht sie laut Landesforsten und erreicht nicht ihre volle Höhe oder geht ein.

Verbiss- und Schälschäden werden landesweit von den zuständigen Forstämtern erhoben. (Archivbild) | Jörg Halisch/dpa
Dazu kann Rotwild besonderen Schaden verursachen, da es nicht nur die Terminalknospe junger Forstpflanzen verbeißt, sondern auch ältere Bäume durch Abschälen der Rinde sehr stark im Wert mindern kann. Diese Rindenverletzungen bringen laut der Forstbehörde nicht nur Vitalitäts- und Zuwachsverluste mit sich, sondern schaffen auch Eintrittspforten für Pilze und Bakterien.
Erhebung der Schäden alle drei bis fünf Jahre
Kapp 1,43 Millionen Euro seien 2025 zur Verhütung von Verbiss- und Schälschäden ausgegeben worden und damit rund 370.000 Euro mehr als im Jahr zuvor, teilte die Forstministerin auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen-Fraktion mit. Bis Anfang Oktober des laufenden Jahres betrug die Summe demnach knapp 527.000 Euro.
Verbiss- und Schälschäden werden landesweit von den zuständigen Forstämtern erhoben. Das erfolgt in Rheinland-Pfalz abhängig vom Gefährdungsgrad des waldbaulichen Betriebsziels in einem drei-, vier- oder fünfjährigen Turnus.
dpa
Bild: Der Wildverbiss geht auf Reh-, Rot- und Muffelwild zurück. (Archivbild) | Jörg Halisch/dpa
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