World Series of Poker 2022: Corona sorgt für Trubel

Corona sorgt für Trubel

World Series of Poker 2022: Corona sorgt für Trubel

Für Pokerspieler ist die World Series of Poker das Highlight des Jahres und bei den Spielern hat die Veranstaltung im Paris Las Vegas und im Bally's bereits im Vorfeld für jede Menge Vorfreude gesorgt. Endlich zurück zur Normalität und die erste große Veranstaltung live, statt digital erleben.
Doch erneut macht Corona den Zockern einen Strich durch die Rechnung. Das World Series of Poker Covid-19-Debakel sorgt für einige Ausfälle von Spielern und auch andere Kontroversen überschatten das Event. Nach zwei Jahren Verzicht und Ausfällen hätte es das nun wirklich nicht gebraucht.

Alles negativ – bis auf die Corona-Tests der Spieler

Insgesamt fällt die Bilanz der Spieler bei der World Series of Poker dank Corona eher negativ aus, lediglich die Tests bleiben bedauerlicherweise positiv. Immer mehr Teilnehmer posten auf Twitter, Instagram und anderen Social-Media-Kanälen ihre positiven Covid-Tests und scheiden entweder aus dem Turnier aus oder müssen zumindest für den Zeitraum ihrer Erkrankung aussetzen. Corona sorgt also erneut für ein Desaster, dabei hätte gerade jetzt jeder ein bisschen Erholung gebrauchen können.

Durch fehlende Impfnachweispflicht und der weitgehende Verzicht auf Masken scheinen sich die Fälle geradezu sprungartig zu vermehren und davor war auch Phil Hellmuth, einer der bekanntesten Pokerstars, nicht geschützt. Der passionierte Pokerspieler wurde 2019 mit dem Titel zu einem der besten Pokerspieler der Welt ausgezeichnet. Die World Series of Poker wäre seine Chance gewesen, sein Talent einmal wieder unter Beweis zu stellen, vor allem nach seinem holprigen Start ins Turnier.

 Die ersten Tage fiel er aufgrund einer Durchfallerkrankung aus und musste eine Pause einreichen. Kaum eine Woche später dann das Debakel, Hellmuth hatte einen positiven Corona-Test vorzuweisen. Er verkündete zwar beim Nachrichtendienst Twitter, dass es ihm gesundheitlich weitgehend gut gehe und doch kann er die Ausfälle am Ende wohl nicht vollständig kompensieren.

Nicht positiv und trotzdem abgesagt – wenn die Gesundheit vorgeht

Eine echte Pokerlegende wollte mit Doyle Brunson beim großen Turnier antreten, doch auch für ihn gab es Grund zur Absage. Zwar ist er selbst nicht an Corona erkrankt, doch da seine Ehefrau unter gesundheitlichen Problemen leidet und ihr Immunsystem dadurch bereits belastet ist, möchte er keine Infektion riskieren.

Die Gesundheit seiner Liebsten geht ihm klar vor, auch wenn er dafür auf einige Partien verzichten muss, auf die er große Lust gehabt hätte. Nachvollziehbar, denn Corona hat in den letzten zwei Jahren gezeigt, wie wichtig die Gesundheit ist und dass es im Zweifel besser ist, sich dem Risiko einer Infektion gar nicht erst auszusetzen.

Auf Twitter gab Brunson dann auch kund, dass Corona bei der World Series of Poker ein echtes Problem sei und dort grassiere. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickeln wird. Die Hoffnung der Stars besteht natürlich darin, dass die Infektionszahlen zurückgehen und die Legenden ihr Turnier weiterspielen können. Es kann jedoch im Worst Case auch passieren, dass Covid das komplette Turnier weiter in Atem hält und es noch mehr Ausfälle gibt.

Nach Online-Turnieren nun das reale Desaster – wäre die Hybrid-Veranstaltung besser gewesen?

Als Corona 2020 begann, mussten zahlreiche Turniere und Events in allen Branchen abgesagt werden, darunter auch die World Series of Poker. Ganz abgesagt wurde aber doch nicht, im Jahr 2022 fand das Turnier online statt, in Form einer hybriden Veranstaltung. Diesmal entschied man sich endlich dafür, wieder live und in Farbe zu spielen und jetzt ist es erneut das Coronavirus, was dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung macht.

Auch an die Fans musste gedacht werden, denn es gab in den letzten beiden Jahren trotz grundsätzlicher Beliebtheit des Pokerspiels, erhebliche Einbrüche bei den Zuschauerzahlen. Für ein solch wichtiges Event wie die World Series of Poker ein echtes Desaster, denn normalerweise fiebern Fans dem Startpunkt bereits entgegen und können es gar nicht abwarten, wenn die Legenden das Spiel starten.

Die ewige Corona-Diskussion macht auch vor den großen Pokerevents nicht halt

Im Rio All-Suites Resort wurde im Jahr 2021 wieder live gespielt, doch von Erfolg kann hier keine Rede sein. Kontroversen rund um das Thema Corona überschatteten die Veranstaltung. Es gab Streitigkeiten darüber, ob und wie Impfungen zu kontrollieren sind und ob am Tisch eine Maskenpflicht herrscht oder nicht.

Die ewigen Diskussionen führten zu Unstimmigkeiten und wenig Spaß, denn das Event zeigte ganz deutlich, wie sehr Corona die Branche verändert hat. Nach diesen weniger angenehmen Erfahrungen lag alle Hoffnung auf 2022 und nun steigt die Rate der positiven Spieler stetig an.

Interessante wäre allerdings an dieser Stelle die Frage, ob das durch das Tragen von Masken und das Bestehen auf Corona-Tests vor den Spielen hätte vermieden werden können. Im letzten Jahr gab es noch erhebliche Reisebeschränkungen und einige internationale Spieler hatten keine Chance, die Anreise zum Austragungsort überhaupt zu absolvieren.

Bei der Planung der diesjährigen Veranstaltung wurde das Thema Corona beinahe völlig ignoriert. Keiner musste Maske tragen, niemand musste seinen Impfnachweis vorlegen oder gar einen Corona Schnelltest. Der leichtfertige Umgang mit der Pandemie und ihren Folgen rächt sich jetzt, indem immer mehr Spieler ausfallen und der Ablauf des Events dadurch erheblich beeinträchtigt wird.

Wird Corona das Event auch im kommenden Jahr überschatten?

Auch 2023 ist natürlich eine Austragung der World Series of Poker geplant und es bleibt zu hoffen, dass die Veranstalter aus dem Desaster des Jahres 2022 lernen. Auch wenn der Wunsch nach Normalität nur allzu verständlich ist und das Tragen von Masken selbst im normalen Alltag irgendwann einfach nervig wird, ist ein solches Debakel wie dieses Jahr bei der Großveranstaltung am Ende das größere Drama. Wenn reihenweise Spieler ausfallen, bringen sie sich nicht nur selbst um den möglichen Gewinn, sondern sorgen auch dafür, dass das Turnier insgesamt weniger spannend wird.

Die Zuschauerzahlen sollten sich aber zumindest wieder rehabilitieren, denn nach einem wenig erfolgreichen Jahr 2020 und einem desaströsen und kontroversen Turnier 2021 ist es genau das, was die World Series of Poker jetzt braucht. Mit Blick auf die Entwicklung der pandemischen Lage ist es den Veranstaltern also anzuraten, für das kommende Jahr direkt auf Vorsorge zu setzen und so zu vermeiden, dass die häufigsten Meldungen bei Twitter zur World Series of Poker die positiven Covid-Tests der Spieler sind.

 

Quelle: https://unsplash.com/photos/bRqsXcEcKFw

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Datum: 30.06.2022
Rubrik: Media Release
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