Ekstase pur: FCK feiert späten Sieg gegen Darmstadt

 

Ekstase pur: FCK feiert späten Sieg gegen Darmstadt

Im Duell mit seinem Ex-Verein droht FCK-Trainer Lieberknecht der nächste Tiefschlag. Doch am Ende dreht seine Mannschaft das Spiel.

Kaiserslautern (dpa) -

Torsten Lieberknecht ließ seine Emotionen schon vor dem Abpfiff heraus. Wie Rumpelstilzchen hüpfte der Trainer des 1. FC Kaiserslautern nach dem Führungstreffer von Faride Alidou in der Nachspielzeit an der Seitenlinie entlang und schrie seine Erleichterung heraus. 

Wenige Minuten nach dem eminent wichtigen 3:1 (0:0)-Sieg gegen seinen Ex-Verein Darmstadt 98 hatte der 52 Jahre alte Fußball-Lehrer seine Gefühle dann schon wieder im Griff, während auf den Rängen die pure Ekstase herrschte und die Spieler gemeinsam mit den Fans ausgelassen den späten Befreiungsschlag bejubelten. 

«Ich spüre die Freude darüber, dass wir uns in einem schwierigen Spiel nicht haben unterkriegen lassen», sagte Lieberknecht ganz ruhig und analysierte: «Wir wollten über die Physis kommen, weil wir athletisch gut drauf sind.»

Später Sieg nimmt Druck vom Trainer

Dank des Erfolges gehen die Pfälzer mit sechs Punkten als Tabellenneunter in die Länderspielpause. Lieberknecht, der von 2021 bis 2024 die Hessen trainierte, kann am Betzenberg somit vorerst in Ruhe weiterarbeiten. «Es ist unglaublich. Wenn man das Ding am Ende in der Nachspielzeit zieht, sind das natürlich brutale Emotionen», sagte der sichtlich erleichterte FCK-Sportdirektor Marcel Klos. 

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht kann vorerst in Ruhe weiterarbeiten.

FCK-Trainer Torsten Lieberknecht kann vorerst in Ruhe weiterarbeiten. | Uwe Anspach/dpa

Isac Lidberg brachte die Darmstädter in der 62. Minute mit seinem vierten Saisontor in Führung, die bis in die Schlussphase hinein Bestand hatte. Dann drehten Naatan Skyttä (84.), Alidou (90.+1) und Tobias Raschl (90.+7) noch die Partie und sorgten für Party-Stimmung bei den Heimfans unter den 47.722 Zuschauern. 

Ganz anders war die Stimmungslage bei den Hessen. «Das ist ein bescheidenes Ergebnis, das uns aber nicht entmutigen wird», sagte Lilien-Trainer Florian Kohfeldt über die erste Saison-Niederlage. Torwart Marcel Schuhen hatte für den Einbruch in der Schlussphase «keine wirkliche Erklärung». Man habe den Gegner, bei dem «nichts mehr ging», unnötig ins Spiel zurückkommen lassen.

Späte Wende durch drei Joker

Kaiserslautern begann engagiert und kam durch Marlon Ritter nach zehn Minuten zur ersten Chance im Spiel. Seinen Schuss aus knapp 18 Metern parierte Darmstadts Keeper Marcel Schuhen stark. Auf der anderen Seite hätte Merveille Papela das 1:0 für die Gäste erzielen können, doch sein Kopfball ging nur an die Latte. 

Die Darmstädter bejubeln das Führungstor von Isac Lidberg.

Die Darmstädter bejubeln das Führungstor von Isac Lidberg. | Uwe Anspach/dpa

Nach Wiederanpfiff waren die Darmstädter die etwas bessere Mannschaft und schafften durch Torjäger Lidberg die Führung. Die Hausherren wirkten in der Folge verunsichert. Fraser Hornby hätte in der 73. Minute für die Entscheidung sorgen können, doch FCK-Torwart Julian Krahl hielt seine Mannschaft im Spiel. 

Am Ende schlugen dann gleich drei FCK-Joker zu, was Ritter besonders freute. «Daran siehst du, dass du nicht nur elf Spieler brauchst, sondern auch alle die hereinkommen und nicht im Kader stehen. Wir sind ein Team», sagte der Mittelfeldspieler und frohlockte: «Wir sind glücklich, dass wir heute die drei Punkte geholt haben.»

dpa

Bild: Der 1. FC Kaiserslautern bejubelt einen späten Sieg gegen Darmstadt 98. | Uwe Anspach/dpa

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Datum: 31.08.2025
Rubrik: Lokales
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