
Warnstreik im Nahverkehr bremst viele Rheinland-Pfälzer aus
Busse und Bahnen bleiben in einer Reihe von Städten im Depot: Ein Warnstreik im ÖPNV sorgt für Einschränkungen zum Wochenstart. Wie die Situation ist und wie es weitergeht.
Mainz/Trier (dpa/lrs) -
In mehreren Städten von Rheinland-Pfalz sind Berufstätige und Schüler zum Start in die neue Woche von einem Warnstreik im öffentlichen Nahverkehr ausgebremst worden. In Mainz hatte die Gewerkschaft Verdi Personal der Mainzer Verkehrsgesellschaft (MVG) dazu aufgerufen. Die Folge war ein stark ausgedünntes Angebot, die MVG versuchte, tagsüber einen Notbetrieb auf einzelnen Linien in einem 30-Minuten-Takt ohne feste Fahrzeiten aufrechtzuerhalten.
In Kaiserslautern fielen alle Linien der örtlichen Stadtwerke (SWK) aus, der regionale Busverkehr war nach SWK-Angaben nicht betroffen. Erhebliche Einschränkungen gab es darüber hinaus bei den Trierer Stadtwerken, hier waren nur Busse auf wenigen von beauftragten Unternehmen gefahrenen Linien unterwegs.
Zum Warnstreik kommen Störungen im S-Bahn-Netz
Die Stadtwerke Trier riefen Fahrgäste auf, sich frühzeitig um Alternativen zum Bus zu kümmern und - wenn möglich - auf Fahrgemeinschaften, Homeoffice oder das Fahrrad zu setzen. Eingestellt war der Busverkehr am Montag auch in Pirmasens, hier verwiesen die Stadtwerke auf Regionalbusse, in und um Bad Kreuznach gab es Ausfälle, weil Beschäftigte der Kommunalverkehr Rhein-Nahe GmbH in einen Ausstand traten.
Pendler etwa von Mainz Richtung Frankfurt waren neben dem Warnstreik noch vom Bruch einer Schiene an der Station Konstablerwache im zentralen S-Bahn-Tunnel in Frankfurt mit Folgen für nahezu das gesamte S-Bahn-Netz des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) betroffen. Folge waren Umleitungen, Verspätungen und Ausfälle, wie die Deutsche Bahn und RMV mitteilten.
Kundgebung in Saarbrücken
ÖPNV-Beschäftigte aus Rheinland-Pfalz waren von Verdi zur Teilnahme an einer Kundgebung in Saarbrücken aufgerufen worden. Dort kamen am Mittag der Gewerkschaft zufolge insgesamt etwa 1.000 Menschen zusammen.
Mit dem Warnstreik will Verdi den Forderungen zum Tarifvertrag Nahverkehr (TV-N) Nachdruck verleihen. Verhandlungen werden in allen 16 Bundesländern meist mit den Kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden. Es geht um deutlich bessere Arbeitsbedingungen. Dazu gehören nach Angaben des Verdi-Verhandlungsführers für Rheinland-Pfalz etwa höhere Zuschläge und ein verbessertes Urlaubsgeld. Die Gewerkschaft möchte außerdem erreichen, dass Wendezeiten künftig vollständig vergütet werden. Am Mittwoch (4. Februar) steht in Rheinland-Pfalz die dritte Verhandlungsrunde an.
dpa
Bild: Wegen eines Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr müssen auch in Mainz im Tagesverlauf die Fahrgäste von Bussen und Straßenbahnen erhebliche Einschränkungen in Kauf nehmen. | Peter Knapp/dpa
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