Letzte Chance verspielt: FCK verliert in Bochum

 

Letzte Chance verspielt: FCK verliert in Bochum

Der 1. FC Kaiserslautern steht nach der Niederlage beim VfL Bochum im Niemandsland der Zweitliga-Tabelle. Geschäftsführer Hengen stellt klar, dass man die Saison trotzdem nicht abschenken werde.

Bochum (dpa/lrs) -

Das Ende der letzten Minimalhoffnung des 1. FC Kaiserslautern auf die Bundesliga-Rückkehr verfolgte Trainer Torsten Lieberknecht auf der VIP-Tribüne. Tatenlos musste der gesperrte Fußball-Lehrer mitansehen, wie sein Team beim bitteren 2:3 (1:1) im Gastspiel beim VfL Bochum eine Führung und damit die letzte Chance im Aufstiegsrennen der 2. Liga verspielte. 

«Wir haben einiges nicht gut gemacht, aber ich habe auch viele Dinge gesehen, die wir gut umgesetzt haben. Die Mannschaft hat bis zum Schluss alles versucht, hier Punkte mitzunehmen», resümierte Lieberknecht nach dem Abpfiff.

In der Anfangsphase hatte der FCK gegen die flinken Bochumer Offensivspieler enorme Probleme, die angedachte Fünferkette funktionierte überhaupt nicht. Nach Philipp Hofmanns frühem Führungstor nahm Lieberknechts Vertreter an der Seitenlinie, Co-Trainer Carsten Rump, eine taktische Umstellung vor. Fortan war der FCK besser in der Partie und kam durch Norman Bassette nach 30 Minuten zum Ausgleich.

Torschütze wird zum Unglücksraben

Bassette spielte nach dem famosen Führungstor durch Marlon Ritter (50.) dann ungewollt eine Hauptrolle. Nach gut einer Stunde stieß der Belgier den Bochumer Oliver Olson, der den Ball nach einer Verletzungsunterbrechung nicht zu den Pfälzern zurückgab, zu Boden und löste damit eine kurze Rudelbildung aus. 

Eine Rudelbildung in der 62. Minute brachte den FCK im Anschluss auf die Verliererstraße.

Eine Rudelbildung in der 62. Minute brachte den FCK im Anschluss auf die Verliererstraße. | David Inderlied/dpa

Diese Szene emotionalisierte noch einmal das Heimpublikum und auch die Bochumer Mannschaft, die danach ins Spiel zurückfand. Binnen drei Minuten drehte der VfL die Partie durch Callum Marshall (66.) und Mats Pannewig (69.) zu seinen Gunsten. 

«Ich kann die Aktion grundsätzlich nachvollziehen, aber es war in dem Fall eine Überreaktion von Norman - ohne mit dem Finger auf ihn zu zeigen. Das hat die Emotionen wieder ins Stadion gebracht», konstatierte Lieberknecht.

Hengen will Saison nicht abschenken

Nach nur zehn Punkten aus den bisherigen acht Rückrundenspielen haben die Pfälzer als Tabellensiebter mit 37 Zählern endgültig den Anschluss an die Spitzengruppe verloren. Elf Punkte beträgt der Rückstand auf die Aufstiegsplätze, weshalb es für den FCK in den verbleibenden Partien nur noch um den bestmöglichen Tabellenplatz geht. 

Sahen eine weitere FCK-Niederlage: Geschäftsführer Thomas Hengen (l) und Trainer Torsten Lieberknecht (m).

Sahen eine weitere FCK-Niederlage: Geschäftsführer Thomas Hengen (l) und Trainer Torsten Lieberknecht (m). | David Inderlied/dpa

Geschäftsführer Thomas Hengen untermauerte nach dem Abpfiff im Ruhrstadion abermals, dass man die Saison deshalb aber nicht abschenken werde. «Ich bin nicht in irgendeiner Rest-der-Saison-Denke. Ich höre das ständig und ehrlich gesagt nervt mich das», sagte Hengen. 

Intern sei dies überhaupt kein Thema. «Aber von außen wird das teilweise so reingetragen, und dagegen wehre ich mich», bekräftigte der FCK-Boss und richtete den Blick nach vorn auf das Südwest-Derby gegen den Karlsruher SC am nächsten Wochenende: «Wir sind voll in der Saison und müssen jetzt Resilienz zeigen.»

dpa

Bild: Niedergeschlagen nach der knappen Niederlage: Lauterns Leon Robinson liegt am Boden. | David Inderlied/dpa

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Datum: 08.03.2026
Rubrik: Lokales
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