
Sternschnuppen, Meteore, Asteroiden – was unterscheidet sie?
Wissen Sie, warum Sternschnuppen eigentlich Meteore heißen – und was ein Bolide damit zu tun hat? Diese Übersicht bringt Licht ins Dunkel.
Koblenz (dpa) -
Himmelskörper faszinieren viele Menschen. Hier einige wichtige Begriffe zu den Phänomenen:
ASTEROIDE
Das Wort Asteroid bedeutet sternähnlich, weil sie per Teleskop nur als kleine Lichtpunkte erkennbar sind. Die oft riesigen felsigen Gebilde im Weltall werden auch als «Kleinplaneten» bezeichnet. Hunderttausende dieser Himmelskörper fliegen noch in den Weiten unseres Sonnensystems umher Sie bestehen zu großen Teilen aus Metall und Gestein. Sie sind übriggeblieben aus Zeit der Entstehung des Sonnensystems vor schätzungsweise 4,5 Milliarden Jahren.
METEOROIDE
Damit werden Brocken aus dem All bezeichnet, die kleiner als Asteroide sind. Wenn sie mit hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen, ist oft eine Leuchtspur zu sehen. Ursprünge der Meteoroiden sind unter anderem Kometen, die Bruchstücke entlang ihrer Bahn verstreuen, oder der Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter.
METEORITEN
Bruchteile eines Meteoroiden, die den Erdboden erreichen, heißen Meteoriten. Vereinfacht gesagt handelt es sich um Metall- oder Gesteinsstücke, die aus dem Weltall kommen. Die Meteoriten stammen nach Angaben von Experten meist aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter und können mehrere Milliarden Jahre alt sein.
METEORE
Damit wird die Leuchterscheinung am Himmel bezeichnet, die beim Verglühen des Meteoroiden entsteht. Umgangssprachlich ist oft von Sternschnuppe die Rede. Das Licht stammt dabei nicht von den verglühenden kosmischen Geschossen selbst, sondern von den Luftmolekülen der Erdatmosphäre: Die schnellen Teilchen aus dem All übertragen einen Teil ihrer Energie auf die Luftmoleküle, die daraufhin Licht aussenden. Besonders helle Objekte heißen Boliden.
KOMETEN
Im Unterschied zu Asteroiden, die aus Gestein und Metallbrocken bestehen, sind Kometen chemisch anders zusammengesetzt. Sie sind vor allem aus Eis, Staub und gefrorenen Gasen geformt und werden daher auch als «schmutzige Schneebälle» bezeichnet. Taut ein Komet auf beziehungsweise beginnt er zu verdampfen, wenn er sich der Sonne nähert, entsteht der charakteristische Kometenschweif, der viele Millionen Kilometer lang sein kann.
dpa
Bild: Sie schwirren durch den Weltall - und manchmal landet ein Himmelskörper auch auf der Erde. | Gianni Gattus/TNN/dpa
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