
Länder machen sich für Ausbau der Eifelstrecke stark
Nach der Flutkatastrophe ist die Eifelstrecke wieder aufgebaut worden. Derzeit wird sie elektrifiziert. Die Politik hofft auf mehr.
Mainz/Düsseldorf (dpa) -
Die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sowie weitere Partner machen sich für den Ausbau der Eifelstrecke zwischen Trier und Köln stark. Ziel sei es, die Kapazität auf der Bahnstrecke bis 2035 deutlich zu erhöhen, teilten die Länder zur Unterzeichnung einer gemeinsamen länderübergreifenden Absichtserklärung mit.
Konkret geht es zunächst um den zweigleisigen «bedarfsgerechten» Ausbau auf gut zehn Kilometern Strecke - verteilt auf mehrere Abschnitte der insgesamt gut 160 Kilometer langen Strecke. Der Ausbau soll die Umsetzung eines verbesserten Fahrplankonzepts ermöglichen. Außerdem würden so zusätzliche Kapazitäten für Güterverkehr ermöglicht.
Ende 2028 soll die Strecke elektrifiziert sein
Die Eifelstrecke ist nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 wieder aufgebaut worden. Derzeit wird sie vollständig elektrifiziert: Diese Arbeiten sollen bis Ende 2028 abgeschlossen sein. «Damit gewinnt die Strecke auch für den bundesweiten Deutschlandtakt an Bedeutung», teilten die Landes-Verkehrsministerien mit.
Der Deutschlandtakt ist ein bundesweit abgestimmter Fahrplan, bei dem Züge in regelmäßigen Takten verkehren und Reisende schneller und mit kurzen Umsteigezeiten ihr Ziel erreichen.
Zu den Unterzeichnern gehören auch die Mobilitätsministerien des Saarlandes und von Luxemburg. Insgesamt wolle man den grenzüberschreitenden Schienenverkehr zwischen Deutschland, Luxemburg und der Saarregion verbessern und die Städte Köln, Trier, Luxemburg und Saarbrücken künftig besser miteinander verknüpfen.
Züge in Deutschlandtakt einbinden
Der Zielfahrplan sieht demnach zwischen Köln und Trier einen stündlichen schnellen Regionalexpress mit einer Reisezeit von unter zwei Stunden und 20 Minuten vor. Die Züge sollen in beiden Städten in die jeweiligen Taktknoten des Deutschlandtakts eingebunden werden.
In Trier ist eine Verknüpfung mit Verbindungen nach Luxemburg und Saarbrücken vorgesehen. Damit würde Luxemburg künftig direkt oder mit einmaligem Umsteigen stündlich schnell mit Köln verbunden. Auch die Gemeinden entlang der Unteren Saar von Konz bis Saarbrücken erhielten eine attraktive Verbindung in Richtung Köln.
Die Unterzeichner setzen sich dafür ein, die Infrastrukturmaßnahmen über Mittel des Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetzes des Bundes zu finanzieren. Die zahlreichen Tunnelbauwerke der Strecke in Rheinland-Pfalz bleiben von den zweigleisigen Ausbau-Abschnitten ausgenommen.
dpa
Bild: Mehr Kapazität durch zweigleisigen Ausbau: Das streben mehrere Partner für die Eifelstrecke an. (Archivbild) | Harald Tittel/dpa
Berichterstattung regional und aktuell aus Koblenz und der Region Mittelrhein.















































