
Bischof: Für Wahlausgänge sind nicht die Sterne zuständig
Der kosmische Dachschaden von Koblenz sorgt im Internet für Spekulationen – mal mehr, mal weniger ernst gemeint. Kirchenmann Wiesemann bemerkt augenzwinkernd: Ein «Blick nach oben» hilft gelegentlich.
Koblenz/Speyer (dpa/lrs) -
War der Meteoriteneinschlag von Koblenz eine kosmische Antwort auf jüngste oder kommende Wahlergebnisse? Eher nicht, meint Bischof Karl-Heinz Wiesemann aus Speyer augenzwinkernd. «Für Wahlausgänge und politische Konstellationen sind nicht die Sterne zuständig, sondern die Wählerinnen und Wähler», sagte Wiesmann der Deutschen Presse-Agentur. Der Blick zum Himmel habe Menschen schon immer fasziniert – von den Sterndeutern der Weihnachtsgeschichte bis zu den Astronomen heute.
«Und doch ist auch für mich als Bischof ein Meteorit über Koblenz nur ein beeindruckendes Naturphänomen, kein himmlischer Fingerzeig zur politischen Lage in Rheinland-Pfalz», betonte der katholische Geistliche. «Aber vielleicht kann uns – wenigstens ab und zu – ein Blick nach oben daran erinnern, dass es über allen gesellschaftspolitischen Debatten eine Perspektive gibt, die unseren oft eingeengten Horizont übersteigt.»

Der Meteoriteneinschlag sorgte in sozialen Netzwerken für zahlreiche Spekulationen. (Archivbild) | Thomas Frey/dpa
In Koblenz war am 8. März, dem Tag der Landtagswahl in Baden-Württemberg, ein Meteorit in ein Hausdach gekracht. Der Einschlag zwei Wochen vor der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz sorgte für allerlei Deutungsversuche im Internet - und für bundesweite Schlagzeilen. So eilten Sammler auf der Jagd nach Fragmenten des Feuerballs in die drittgrößte Stadt des Bundeslandes.
dpa
Bild: Für Bischof Karl-Heinz Wiesemann ist der Meteorit kein himmlischer Fingerzeig zur politischen Lage. (Archivbild) | Uwe Anspach/dpa
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