Verstappen nach Sieg auf dem Nürburgring disqualifiziert

 

Verstappen nach Sieg auf dem Nürburgring disqualifiziert

Keine Pause für Max Verstappen: In der Formel 1 wird zwar nicht gefahren, dafür ist der Ex-Weltmeister in Deutschland unterwegs. Nach seinem Sieg wird er auf dem Nürburgring jedoch disqualifiziert.

Nürburg (dpa) -

Der viermalige Formel-1-Weltmeister Max Verstappen ist mit seinem Team nach dem Sieg zum Auftakt der Nürburgring Langstrecken-Serie disqualifiziert worden. Wie die Rennserie mitteilte, stellte sich zwei Stunden nach dem Lauf heraus, dass sieben statt der erlaubten sechs Sätze Reifen verwendet wurden. Deswegen sahen sich die Sportkommissare gezwungen, das von Mercedes unterstützte Team Verstappen Racing nachträglich noch aus der Wertung zu nehmen.

Verstappen hatte die Pause in der Formel 1 genutzt, um auf der legendären Nordschleife zu fahren. Der 28-jährige Niederländer hatte im Mercedes-AMG GT3 gemeinsam mit Daniel Juncadella und Jules Gounon den vierstündigen Lauf in seiner Klasse fahrerisch dominiert. Verstappen sammelte Erfahrung für seinen geplanten Einsatz beim traditionsreichen 24-Stunden-Rennen an gleicher Stelle.

«Das ist die verrückteste Rennstrecke der Welt - positiv gesagt», sagte Verstappen, als er noch nichts von der Disqualifikation ahnte: «Das war eine tolle Erfahrung, hier fahren zu können. Dieser Ort ist einfach super.» Für ihn sei es vor allem darum gegangen, das neue Auto mit Blick auf weitere Ausfahrten besser kennenzulernen. «Es hat richtig Spaß gemacht und ich habe mich richtig wohlgefühlt», sagte er.

Verstappen fährt großen Vorsprung heraus

Der Ausnahme-Rennfahrer hatte sich am Morgen bereits den ersten Startplatz gesichert und mischte mit seinen Kollegen folglich sofort an der Spitze mit. Verstappen Racing lag nach einem starken Start des Superstars früh vorn, musste sich zwischenzeitlich aber auch von der Konkurrenz überholen lassen.

Am Ende fuhr Verstappen in der sogenannten «Grünen Hölle», die als gefährlich und extrem anspruchsvoll gilt, einen großen Vorsprung von knapp einer Minute heraus und hatte trotz der nachträglichen Ernüchterung deutlich mehr Spaß als zum Start der Formel-1-Saison. Nach der großen Regel-Revolution wartet Verstappen nach zwei Rennen noch auf einen Podestplatz.

Verstappen: «Der Nürburgring ist ein besonderer Ort»

Der nächste Einsatz von Verstappen in Rheinland-Pfalz steht derweil schon fest. Beim legendären Eintagesklassiker auf dem Nürburgring wird der Red-Bull-Pilot rund um das Wochenende vom 14. bis 17. Mai ebenfalls einen Mercedes steuern. «Der Nürburgring ist ein besonderer Ort», sagte Verstappen: «Es ist so ein Rennen, bei dem man einfach dabei sein will.»

Verpflichtungen in der Formel 1 stehen dem Ex-Champion nicht im Wege. Zwei Wochen vor dem nächsten Nürburgring-Ausflug wird in Miami in den USA gefahren, eine Woche danach steuert der Vizeweltmeister sein Auto wieder im kanadischen Montreal. Vor dem kommenden WM-Lauf in Japan in einer Woche war auch jetzt schon ein weiterer Start möglich.

dpa

Bild: Max Verstappen ist nicht das erste Mal auf dem Nürburgring untewegs. (Archivbild) | David Davies/PA Wire/dpa

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Datum: 21.03.2026
Rubrik: Lokales
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