Saar-GdP-Chef zu Polizeischüssen: Keine voreiligen Schlüsse

 

Saar-GdP-Chef zu Polizeischüssen: Keine voreiligen Schlüsse

Nach tödlichen Polizeischüssen im Saarland mahnt der GdP-Chef zur Zurückhaltung: Keine schnellen Urteile, fordert er.

Saarbrücken (dpa) -

Der saarländische Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) ruft nach den tödlichen Polizeischüssen im Saarland zur Besonnenheit auf. «Der Tod eines Menschen im Rahmen eines polizeilichen Einsatzes ist immer tragisch. In diesem Kontext rufen wir ausdrücklich zur Besonnenheit auf und appellieren, sich im persönlichen sowie digitalen Raum mit voreiligen Schlüssen und Vorverurteilungen zurückzuhalten», sagte Andreas Rinnert laut einer Mitteilung. 

Bei einer Verfolgungsfahrt hat die Polizei in der Nacht zum Sonntag nach Angaben der Staatsanwaltschaft Schüsse abgegeben. Der 22 Jahre alte Fahrer des verfolgten Autos wurde durch die Schüsse verletzt und starb. Ein 19 Jahre alter Mann in dem Auto wurde verletzt. Zuvor sei bei einem Wendeversuch des Autos eine Polizistin verletzt worden, hieß es von der Polizei. 

«Unsere saarländische Polizei kommt nicht zur Ruhe!», so Rinnert. Im August 2025 war ein Polizist nach einem Tankstellenüberfall von Schüssen getroffen worden und gestorben. Der junge Mann, der auf ihn geschossen hatte, wurde vom Gericht unbefristet in einer forensischen Psychiatrie untergebracht.

«Unsere Kolleginnen und Kollegen müssen tagtäglich in hochdynamischen Situationen innerhalb von Sekundenbruchteilen schwierigste Entscheidungen treffen», sagte Rinnert. Gleichzeitig seien sie einer zunehmenden Gewaltbereitschaft ausgesetzt. «Wir alle haben ein größtmögliches Interesse an einer transparenten Aufarbeitung der Vorfälle – ohne Hass, Hetze und Vorverurteilungen!»

dpa

Bild: Andreas Rinnert warnte vor Vorverurteilungen. (Archivbild) | Oliver Dietze/dpa

Berichterstattung regional und aktuell aus Koblenz und der Region Mittelrhein.

Datum: 05.04.2026
Rubrik: Lokales
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