
Grüne sehen Elternwillen bei Schulwahl eingeschränkt
Längst nicht jeder Viertklässler kann auf die weiterführende Schule seiner Wahl wechseln. Bei den Integrierten Gesamtschulen ist die Ablehnungsquote nach Ansicht der Grünen aber viel zu hoch.
Mainz (dpa/lrs) -
Die rheinland-pfälzische Grünen kritisieren zum neuen Schuljahr die Ablehnung Tausender Schüler an ihrer Wunschschule. «Insbesondere die hohe Zahl von Ablehnungen an den Integrierten Gesamtschulen zeigt, dass der Elternwille nicht überall ausreichend abgebildet wird», kritisierte die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Katharina Binz.
«3.703 Ablehnungen bei 6.168 erfolgreichen Anmeldungen sind ein Warnsignal.» Das Angebot an Integrierten Gesamtschulen (IGS) werde der Nachfrage nach gemeinsamem Lernen vielerorts nicht gerecht.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen sieht das Wahlrecht für Gesamtschulen eingeschränkt. (Archivfoto) | Boris Roessler/dpa
Wie sieht die Zukunft der Integrierten Gesamtschule aus?
Integrierte Gesamtschulen seien aus pädagogischen Gründen in ihrer Zügigkeit begrenzt, zitiert Binz aus der Antwort von Bildungsministerin Ute Eiling-Hütig (CDU) auf ihre Anfrage. «Im Koalitionsvertrag ist aber vereinbart, die Sechszügigkeit von Integrierten Gesamtschulen zu ermöglichen», betonte Binz. «Was davon gilt nun?»
Für die Klassenstufe 5 sind 2026/2027 an den Gymnasien im Land 17.538 Jungen und Mädchen angemeldet, im Schuljahr zuvor waren es mit 17.211 etwas weniger, wie aus der Antwort von Eiling-Hütig hervorgeht.
An den Realschulen beginnen mit 15.844 Kindern deutlich mehr Fünftklässler als im Vorjahr, damals waren es 13.605. An den Integrierten Gesamtschulen starten 6.168 Mädchen und Jungen nach 6.337 im Vorjahr. Wie viele Kinder von der Grundschule in eine Förderschule wechseln, steht noch nicht fest. Im vergangenen Schuljahr waren es 314 Schüler.
dpa
Bild: An den IGS werden nach Ansicht der Grünen zu viele Schüler abgelehnt. (Symbolbild) | Michael Brandt/dpa
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