
Halle mit Spraydosen in Flammen - zehn Häuser geräumt
Spraydosen explodieren, Flammen greifen auf Wald und Wiesen über – zehn Häuser werden evakuiert. In Neunkirchen brennt es in einem Entsorgungsbetrieb, ein Mitarbeiter wurde verletzt.
Neunkirchen (dpa/lrs) -
Großbrand in Neunkirchen-Wellesweiler: Seit dem Mittag steht dort die Halle einer Entsorgungsfirma vollständig in Flammen. Mehrere Hundert Einsatzkräfte seien zur Brandbekämpfung vor Ort, teilte ein Sprecher der Feuerwehr Neunkirchen mit. Das Unternehmen verarbeite alte Spraydosen und ähnliche Druckbehälter, weshalb es immer wieder zu Verpuffungen komme, hieß es. Auch Innenminister Reinhold Jost und Landrat Sören Meng seien am Brandort eingetroffen.
Die Feuerwehr sei gegen 13.30 Uhr alarmiert worden. Bereits beim Eintreffen habe die Halle vollständig in Brand gestanden, so der Sprecher. Der Brandort könne aufgrund der Verpuffungen derzeit nicht betreten werden. Aus einem benachbarten Landkreis sei ein Löschroboter angeliefert worden, der demnächst in den Einsatz gehen solle.
Warnung vor Rauchentwicklung
Aufgrund der heißen Temperaturen und der trockenen Bodenbedingungen habe der Brand schnell auf das umliegende Wald- und Wiesengelände übergegriffen und sich in Richtung von angrenzenden Wohnanwesen ausgebreitet. Zehn Häuser hätten deshalb geräumt werden müssen, berichtete die Polizei.
Die Bewohner würden in einer Notsammelstelle versorgt. Ein Übergreifen der Flammen auf Wohngebäude oder weitere Firmen habe aber verhindert werden können.
Ein Mitarbeiter der Entsorgungsfirma musste nach Angaben der Polizei wegen einer Rauchgasvergiftung zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus gebracht werden.
Löscharbeiten und Sperrmaßnahmen dauern derzeit noch an. Ein Ende des Einsatzes sei noch nicht absehbar. Die Brandursache müsse ebenso wie die Schadenshöhe noch ermittelt werden.
Die Rauchsäule sei mehrere Meter hoch und weithin sichtbar, erklärte ein Sprecher der Polizei. Anwohner erhielten über die Warnapp Nina eine Gefahrenmeldung aufgrund der Rauchentwicklung. Fenster und Türen sollten geschlossen bleiben und Lüftungen sowie Klimaanlagen abgeschaltet werden.
dpa
Bild: Am Brandort kommt es zu einer starken Rauchentwicklung. | Feuerwehr Neunkirchen/dpa
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