Unterschiedliche Gebühren für Stand-up-Paddler an Saar-Seen

 

Unterschiedliche Gebühren für Stand-up-Paddler an Saar-Seen

Am Bostalsee zahlen Stand-up-Paddler für mitgebrachte Boards eine Gebühr – am Losheimer Stausee ist das anders geregelt. Was hinter den unterschiedlichen Entgelten steckt.

Nohfelden/Losheim am See (dpa/lrs) -

Für das eigene Stand-up-Paddle-Board bezahlen, obwohl es selbst mitgebracht wird: Nutzungsentgelte am saarländischen Bostalsee sorgen derzeit in sozialen Medien für Diskussionen. Die seit Jahrzehnten geltende Regelung war offenbar vielen Nutzerinnen und Nutzern bislang nicht bekannt. Zuvor hatte der Saarländische Rundfunk (SR) über das Thema berichtet.

Nach Angaben des Zweckverbandes Bostalsee handelt es sich nicht um eine neue Gebühr. «Es handelt sich nicht um neue Vorgaben. Nutzungsentgelte für mitgebrachte Schlauch-, Paddel-, Ruderboote und Ähnliches werden seit den 1980er Jahren erhoben, jeweils vom zuständigen Gremium beschlossen», teilte Lukas Kowol von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit des Zweckverbandes Bostalsee auf Anfrage mit.

Für ein mitgebrachtes Stand-up-Paddle-Board werden nach der aktuellen Preisliste 7 Euro pro Tag verlangt. Eine Monatskarte kostet 25 Euro, eine Saisonkarte 63 Euro. Für mitgebrachte Paddel-, Ruder- und Schlauchboote kostet die Tageskarte 5 Euro. Die Monatskarte liegt bei 18 Euro, die Saisonkarte bei 45 Euro.

Einnahmen finanzieren Infrastruktur

Nach Angaben des Zweckverbandes werden mit den Einnahmen Investitionen, Unterhalt und laufende Betriebskosten rund um den See mitfinanziert. «Die Nutzungsentgelte dienen zur Co-Finanzierung der Investitionen in die Infrastruktur und der Unterhaltskosten für die Infrastruktur sowie der laufenden Betriebskosten, die durch die wassertouristische Nutzung entstehen», erklärte Kowol. 

Dazu zählten unter anderem Rettungsdienste, Steganlagen, Verkehrssicherung, die Wartung der Stauanlage, Müllbeseitigung sowie die Reinigung der kostenlos nutzbaren Sanitäranlagen rund um den See. Zudem habe das Entgelt eine «Lenkungs- und Steuerungsfunktion». Dadurch solle ein grober Überblick darüber ermöglicht werden, was auf dem See geschehe, teilte Kowol mit.

In Losheim sind mitgebrachte Boards kostenlos

Ein Vergleich mit dem Losheimer Stausee zeigt, dass es im Saarland unterschiedliche Regelungen gibt. Dort müssen Stand-up-Paddler für ihr selbst mitgebrachtes Board keine Nutzungsgebühr zahlen.

«Es gibt keine Nutzungsgebühren für Stand-up-Paddler, die ihr eigenes Equipment mitbringen», teilte Corinna Eicke, Referentin für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde Losheim am See, mit.

Gebühren fallen dort für kostenpflichtige Angebote an. Dazu zählen der Verleih von Boards und Paddeln durch den Anbieter «Trick17», der Tretbootverleih, Erlaubnisscheine für Angler sowie der Eintritt in das Strandbad mit Wasserspielplatz.

Erwachsene zahlen für das Strandbad 4 Euro. Kinder ab sechs Jahren, Jugendliche, Studierende, Rentner und Schwerbehinderte zahlen 2 Euro. Ein Familienticket für zwei Erwachsene und bis zu drei Kinder kostet 10 Euro.

Einschränkungen an beiden Seen

Beim Baden gelten an beiden Seen Einschränkungen. «Das Schwimmen außerhalb der beiden Strandbäder ist seit jeher verboten», teilte Kowol für den Bostalsee mit.

Am Losheimer Stausee ist das Baden nach Angaben der Gemeinde bereits seit 1974 nur in ausgewiesenen Bereichen erlaubt. «Das Schwimmen beziehungsweise Baden am Losheimer See ist nur im durch Bojen abgegrenzten Strandbad und auf der angrenzenden Liegewiese erlaubt», erklärte Eicke.

Der Badebereich werde durch Bademeister und die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft überwacht. Die Anwesenheit der Aufsicht werde durch eine Beflaggung angezeigt. «Das Baden in allen anderen Bereichen des Sees ist verboten», teilte Eicke mit.

dpa

Bild: Besucher segeln und Paddeln auf dem Bostalsee. | Laszlo Pinter/dpa

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Datum: 31.07.2026
Rubrik: Lokales
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