
Hier kann man nach dem Hochsommer noch draußen schwimmen
Auch bei kühlerer Witterung kann man vielerorts in Rheinland-Pfalz noch exzellent baden. Aber Vorsicht: Der Sprung ins kühle Nass kann Risiken mit sich bringen.
Mainz (dpa/lrs) -
Die klassische Freibadsaison und die Zeit hochsommerlicher Temperaturen sind vorbei. Wer auch bei kühlerer Witterung unter freiem Himmel schwimmen möchte, hat in Rheinland-Pfalz einige Möglichkeiten, sollte nach Empfehlung der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) aber mögliche Gefahren beachten.
Ganzjährig zugängliche Badestellen gibt es vor allem an Naturgewässern. So können Schwimmer etwa am Baggersee Blaue Adria im Rhein-Pfalz-Kreis, am Schalkenmehrener Maar in der Vulkaneifel, im Naturfreibad Otterberg bei Kaiserslautern oder auch im Schönthalweiher bei Dahn auch außerhalb der klassischen Badesaison ins Wasser gehen.
Daneben gibt es einzelne Bäder, die noch genutzt werden können. Im Speyerer «bademaxx» steht ein beheiztes Ausschwimmbecken zur Verfügung. Einer Sprecherin zufolge wird es «ganzjährig sehr gern genutzt». Im Freibad Mainz-Mombach wird nach dem Ende der Freibadsaison für die kühleren Monate eine Traglufthalle über das Außenbecken aufgebaut.
DLRG mahnt zu Vorsicht
Nach Angaben des Landesamts für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz endete die reguläre Überwachung der Badegewässer am 31. August. Danach könne man zwar weiterhin baden, allerdings auf eigene Gefahr.
Zu den größten Gefahren des Schwimmens bei niedrigen Temperaturen zählen laut der DLRG Unterkühlung, Krämpfe und die Selbstüberschätzung der eigenen Fähigkeiten. Wer im Herbst oder Winter draußen schwimmen möchte, sollte sich vorab über das Gewässer informieren, «ein realistisches Ziel setzen» und die Distanzen langsam steigern.

Die DLRG warnt vor den Gefahren des Badens bei niedrigen Temperaturen. (Symbolbild) | Christoph Reichwein/dpa
DLRG-Pressesprecher Martin Holzhause empfiehlt, dort zu schwimmen, wo sich andere Menschen aufhalten, damit im Notfall Hilfe gerufen werden kann. Außerdem sollten Angehörige oder Freunde über den Schwimmausflug informiert werden.
Baden in Seen sicherer als in Flüssen
Schwimmer sollten ihre körperliche Verfassung und die Wassertemperatur beachten. Je kälter das Wasser sei, desto kürzer sollten die Schwimmstrecken ausfallen. Bei Zittern oder anderen Anzeichen einer Unterkühlung sollten sie das Wasser sofort verlassen, rät die DLRG.
Welche Gewässer sich für das Herbstschwimmen besonders eignen, hänge von den Bedingungen vor Ort und der Erfahrung der Schwimmer ab, sagte Holzhause. Seen würden sich grundsätzlich besser als Flüsse oder Kanäle eignen. Zudem empfiehlt er, möglichst nicht alleine schwimmen zu gehen.
dpa
Bild: Ein paar Regeln sind beim Schwimmen im Freien in der kühleren Jahreszeit zu beachten. (Illustration) | Daniel Reinhardt/dpa/dpa-tmn
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