
Grünen-Spitze: Patriarchales System mit Macht des Stärkeren
In der Politik dominieren zeitweise trotz drängender inhaltlicher Fragen schier endlose Personaldebatten. Die Doppelspitze der rheinland-pfälzischen Grünen hat eine Meinung dazu, warum das so ist.
Mainz (dpa/lrs) -
Die Co-Vorsitzende der rheinland-pfälzischen Grünen, Christin Sauer, sieht in der Ausgestaltung des politischen Systems einen Grund für endlose Personaldebatten und den damit einhergehenden Vertrauensverlust in die Politik. «Das ist ein sehr männliches, das ist ein sehr patriarchales System mit der Macht des Stärkeren», sagte Sauer der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Hier müsse sich etwas ändern.
«Man muss sich angucken, was für eine Art Mensch dieses politische System hervorbringt, welche Menschen in diesem System über Jahrzehnte bleiben und welche gehen, weil es so ist, wie es ist», sagte Sauer.
Die Co-Vorsitzende Carolin Cloos verweist auch auf die dichte Abfolge von Wahlen, die stärker inhaltlich ausgerichtete Debatten verhindere. «Irgendwo ist immer eine Wahl, und das führt dazu, dass gewisse Themen kleingehalten und Reformen nicht angegangen werden», sagte sie und ergänzte: «Es gibt viele Stellschrauben, an denen man vielleicht arbeiten müsste.»
dpa
Bild: «Das ist ein sehr männliches, das ist ein sehr patriarchales System mit der Macht des Stärkeren», sagte Sauer über das politische System in Deutschland. | Helmut Fricke/dpa
Regionale Nachrichten, Reportagen und Portraits aus dem Mittelrhein-Gebiet.















































