Horror-Katze macht Angst - Polizei prüft Videos

 

Horror-Katze macht Angst - Polizei prüft Videos

Manipulierte Videos und KI-Bilder einer Horror-Katze sorgen online für Angst. Die Polizei betont: Bisher gibt es keine realen Übergriffe in Hessen und Rheinland-Pfalz.

Wiesbaden/Mainz (dpa) -

Ein Internettrend mit einer gruseligen Horrorkatze beschäftigt auch die Polizei in Hessen. «In den vergangenen Tagen wurde der Trend online an zahlreichen Schulen verbreitet», teilte die Polizei in Süd-, Mittel- und Westhessen mit. «Auch in Hessen kam es in diesem Zusammenhang vereinzelt zu Vorkommnissen im Bereich Mittelhessen, Westhessen und Südhessen.»

In Rheinland-Pfalz hingegen seien bislang keine Fälle bekanntgeworden, teilte das Landeskriminalamt mit. Das Phänomen an sich sei jedoch bekannt.

In den sozialen Medien kursieren Fotos und Videos einer Gestalt mit Hut und Gruselkostüm, angelehnt an die eigentlich harmlose Figur «Cat in the Hat» aus einem Kinderbuch. In den Beiträgen steht etwa der Satz «Schlaft heute mit einem offenen Auge». Teils werden konkrete Orte oder Menschen genannt, die sich in Acht nehmen sollen. «Inzwischen werden im Zusammenhang mit dem auftretenden Phänomen teilweise konkrete Orte, Schulen oder auch Namen von Kindern und Jugendlichen genannt», teilte die Polizei mit. Demnach ist «ein erheblicher Teil der Inhalte» manipuliert oder KI-generiert.

Fälle werden strafrechtlich geprüft

«Der hessischen Polizei sind aktuell keine Fälle bekannt, in welchen reale Personen in Katzenkostümen Jugendlichen auflauern oder diese verfolgen», hieß es. Bisher handele es sich um ein Online-Phänomen. Die bekanntgewordenen Fälle würden strafrechtlich geprüft. Strafbar sei es besonders dann, «wenn aus dem vermeintlichen "Scherz" konkrete Bedrohungen, Beleidigungen, Nachstellungen, versuchte Körperverletzungen oder andere strafrechtlich relevante Handlungen werden», sagte ein Sprecher.

Neu sind solche Internettrends nicht: Vor genau zehn Jahren erschreckten Horror-Clowns die Menschen. «Was online als Unterhaltung oder "Prank" beginnt, kann schnell reale Angst auslösen und - je nach Ausgestaltung - auch strafrechtliche Folgen haben», teilte die hessische Polizei mit.

dpa

Bild: Teils werden konkrete Orte oder Menschen genannt, die sich in Acht nehmen sollen. | Alina Grünky/dpa

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Datum: 10.10.2026
Rubrik: Lokales
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