
Aktivisten kleben sich vor Rüstungsunternehmen fest
Mit einer Klebeaktion protestieren Aktivisten gegen Waffenproduktion und Krieg. Der Protest bleibt friedlich und wird schließlich von der Polizei aufgelöst.
Kaiserslautern (dpa/lrs) -
Aus Protest gegen Waffenlieferungen und Krieg haben sich Aktivisten vor einem Rüstungsunternehmen in Kaiserslautern am Boden festgeklebt. Zehn Aktivisten zwischen 19 und 32 Jahren klebten sich am Morgen vor dem Eingang des Unternehmens mit den Händen fest, wie die Polizei mitteilte.
Demnach blockierten sieben Aktivisten den Haupteingang und drei den Personaleingang. Auf einem Banner stand laut Polizeisprecherin «Hier gehen Kinder neben einer Waffenfabrik in die Schule».
Die Demonstration war laut Polizei nicht angemeldet und wurde von der Stadtverwaltung formal beendet. Polizeibeamte lösten demnach die Hände der Demonstrierenden vom Boden und erteilten zehn Platzverweise. Ansonsten sei die Protestaktion friedlich verlaufen. Der Verkehr sei nicht gestört worden.
Auch in Berlin gab es eine ähnliche Aktion. Am Morgen klebten sich vor dem Firmengelände des Rüstungskonzerns Rheinmetall in Berlin-Wedding mehrere Menschen auf der Straße fest. Zu der Aktion in der Hauptstadt hatte nach eigenem Bekunden die Gruppe «Peacefully Against Genocide» aufgerufen (deutsch: «friedlich gegen Völkermord»).
Es habe auch vor anderen Rüstungsstandorten in unterschiedlichen Bundesländern ähnliche Aktionen gegeben, teilte die Gruppe mit. Mehr als 70 Menschen hätten sich insgesamt an den Aktionen beteiligt. Man wolle damit gegen Waffenlieferungen aus Deutschland an die israelische Armee protestieren.
dpa
Bild: Aktivisten demonstrieren mit einer Klebeaktion gegen Waffenlieferungen und Krieg in Kaiserslautern. (Symbolbild) | Marijan Murat/dpa
Nachrichten aus der Region 56















































