Lebenserwartung: Wer auf mehr Jahre hoffen darf

 

Lebenserwartung: Wer auf mehr Jahre hoffen darf

Die Zahlen in Rheinland-Pfalz steigen, im Saarland ebenfalls. Doch es gibt Unterschiede.

Wiesbaden (dpa/lrs) -

Die Lebenserwartung in Rheinland-Pfalz ist leicht gestiegen. Nach Angaben des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung (BiB) hat ein 2025 geborenes Mädchen im Schnitt 83,3 Jahre vor sich, ein Junge 79,3 Jahre. Gegenüber dem Zeitraum 2019 stieg die Lebenserwartung für Jungen um 0,4 Jahre und für Mädchen um 0,1 Jahr.

Auch im Saarland stieg die Lebenserwartung leicht. Dem BiB zufolge hat dort ein 2025 geborenes Mädchen im Schnitt 82,1 Jahre vor sich, ein Junge 78,4 Jahre. Gegenüber dem Zeitraum 2024 stieg die Lebenserwartung für Jungen um 0,5 Jahre, für Mädchen stieg sie um 0,2 Jahre.

Warum Rauchen den Unterschied machen könnte

Durch den Anstieg der Lebenserwartung 2025 liegen bei den Männern erstmals alle Bundesländer über dem Vor-Pandemie-Niveau von 2019, wie die Behörde mitteilte. Baden-Württemberg (80,6 Jahre) liegt in Führung, Sachsen-Anhalt verzeichnet den niedrigsten Wert (76,8). Bei den Frauen bildet ebenfalls Baden-Württemberg (84,6) die Spitze, den niedrigsten Wert hat das Saarland. Bei den Frauen liegen sieben Bundesländer noch unter dem Vor-Pandemie-Niveau.

Eine mögliche Erklärung für die unterschiedlichen Entwicklungen bei Männern und Frauen sehen die Wissenschaftler im Rauchen. «Der Tabakkonsum ebbte bei Männern schon vor mehreren Jahrzehnten ab, so dass die negativen Folgen bereits zurückgehen», teilte Pavel Grigoriev mit, Leiter der Forschungsgruppe Mortalität am BiB. Bei Frauen breitete sich das Rauchen demnach erst ab etwa 1970 aus, weshalb die damit verbundenen negativen Folgen aktuell zunehmen.

dpa

Bild: Die Lebenserwartung in Deutschland steigt, aber nicht überall gleichermaßen. (Symbolbild) | Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

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Datum: 04.11.2026
Rubrik: Lokales
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