IG Metall setzt Warnstreiks fort - Tausende Teilnehmer

 

IG Metall setzt Warnstreiks fort - Tausende Teilnehmer

13.900 Menschen legten am Dienstag in 59 Betrieben die Arbeit nieder – von Daimler Truck bis Airbus Helicopters. Was bei der nächsten Verhandlungsrunde auf dem Spiel steht.

Frankfurt/Main (dpa) -

Mit Aktionen in 67 Betrieben hat die IG Metall ihre Warnstreiks im Tarifbezirk Mitte fortgesetzt. Beteiligt waren am Dienstag 13.900 Menschen, wie die Bezirksverwaltung in Frankfurt berichtet. Bestreikt wurden 59 Betriebe der Metall- und Elektroindustrie, darunter Daimler Truck in Wörth, Airbus Helicopters in Calden, ZF in Saarbrücken und Benteler Automobiltechnik in Eisenach. Zum Bezirk gehören Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Thüringen. Die Aktionen sollten auch am Mittwoch fortgesetzt werden. 

Gewerkschaft will Fünf Prozent mehr Geld und sichere Jobs 

Die IG Metall will in den Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte den Druck erhöhen. Betroffen von den zeitlich befristeten Ausständen sind wichtige Industriezweige wie Auto, Maschinenbau, Elektro und Metallerzeugung. 

Die Gewerkschaft hat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten fünf Prozent mehr Geld sowie die Sicherung von Jobs und Standorten gefordert. Die Arbeitgeber haben in der zweiten Verhandlungsrunde ein Angebot vorgelegt, das im kommenden Jahr eine Einmalzahlung und 2028 eine Stufenerhöhung von 1,3 Prozent im Juli 2028 vorsah. Begründet wurde die Offerte unterhalb der Inflation mit der schwierigen wirtschaftlichen Lage und den hohen Kostenbelastungen für die Industrie in Deutschland.

Dritte Verhandlung im Südwesten

Für diesen Donnerstag ist bereits ein dritter Verhandlungstermin im Tarifgebiet Baden-Württemberg verabredet. Im Südwesten wurden schon häufig sogenannte Pilotabschlüsse verabredet, die dann auf die übrigen Regionen übertragen wurden.

«Die Beschäftigten erwarten Bewegung am Verhandlungstisch. Eine weitere Verzögerung durch die Arbeitgeber wird die Wut nur erhöhen und zu weiteren Warnstreiks führen», erklärte der Bezirkschef und Verhandlungsführer Jörg Köhlinger.

dpa

Bild: Mit Warnstreiks will die IG Metall Druck aufbauen. (Symbolbild) | Julian Stratenschulte/dpa

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Datum: 03.11.2026
Rubrik: Lokales
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