
Mainzer mischen Schlittenrennen auf und kommen wieder
Es ging nicht alles glatt, aber sie haben es bis ins Ziel geschafft. Für das vierköpfige Team «Weckworschtunwoi» soll es nicht das letzte Mal in Garmisch-Partenkirchen gewesen sein.
Mainz/Garmisch-Partenkirchen (dpa/lrs) -
Wenn Rheinhessen es mit Bayern aufnehmen: Vier Mainzer sind in einem selbstgebauten Schlitten beim traditionsreichen Hornschlittenrennen in Garmisch-Partenkirchen angetreten. Am Ende kam am Dreikönigstag Platz 60 bei 79 Startern heraus. Das Quartett kam nach zwei Minuten und 26 Sekunden ins Ziel, 54 Sekunden hinter dem Siegerteam und es sammelte reichlich Erfahrungen, wie Lenker Mathias Peter erzählte. Im kommenden Jahr ist der nächst Start geplant.
Auf die Idee für die Teilnahme des völlig schlittenunerfahrenen Quartetts kam Peter, der gemeinsam mit seinem Geschäftspartner einen Metallbaubetrieb in Lörzweiler im Kreis Mainz-Bingen hat. Vor einiger Zeit sei ein Kunde in den Betrieb gekommen und habe neue Kufen für seinen Schlitten haben wollen, für eine Teilnahme beim Hornschlittenrennen. Ihm und seinem Partner sei das nicht mehr aus dem Kopf gegangen und so hätten sich beide daran gemacht, Vierer-Teams zu organisieren und Schlitten zu bauen. Bei Peter und seiner Mannschaft wurde es Realität, sein Partner musste wegen eines Ausfalls diesmal passen.
Bestzeit auf erstem Streckenabschnitt
Bei der 55. Ausgabe des Hornschlittenrennens in Garmisch-Partenkirchen saßen Peter und seine Mitstreiter, allesamt gebürtige Mainzer, das erste Mal auf dem Schlitten. Mangels Schnee sei ein Training nicht möglich gewesen, erzählte er. Prompt legten die Rheinhessen mit ihrem Gefährt namens «Weckworschtunwoi» - angelehnt an die drei Mainzer Spezialitäten Weck, Worscht und Woi, also Brötchen, Wurst und Wein - auf dem ersten Streckenabschnitt die Bestzeit hin, wie Peter berichtete.
Das habe aber vor allem daran gelegen, dass die Bremse des Schlittens nicht für den harten Schnee geeignet gewesen sei. Der Schlitten habe eher Kontrolle über sie gehabt als umgekehrt, sagte er schmunzelnd. Teilweise seien sie mit knapp 100 Stundenkilometern unterwegs gewesen, hätten dann Bohlen in Kurven zum Abbremsen genutzt und hätten es so ins Ziel geschafft.
«Wir haben überlebt»
Als er am Ende gefragt worden sei, welches Gefühl er habe, habe er nur gesagt: «Wir haben überlebt.» Die Siegerehrung konnten die Vier dann aber trotz des Schrecks schon wieder genießen - bei der Bayern-Hymne, die angestimmt worden sei, hätten sie Gänsehaut gehabt, berichtete Peter.
In den kommenden Monaten geht es nun darum, den beschädigten Schlitten wieder flottzumachen und bei der Bremse nachzubessern, bevor Anfang 2027 der nächste Start folgen soll. Weil viele Bayern nicht gewusst hätten, was Weck, Worscht und Woi seien, wollen die Vier genau das beim nächsten Mal mit im Gepäck haben.
dpa
Bild: Schnee, Schlitten und Spaß - das war das Hornschlittenrennen 2026 für das Quartett aus Rheinhessen. | --/Mathias Peter/dpa
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