
Verspätungen und gestrichene Linien wegen Glatteis am Morgen
In Rheinland-Pfalz hat das Wetter am Morgen einige Auswirkungen gehabt. Das große Chaos aber blieb aus.
Mainz (dpa/lrs) -
Glatte Straßen und Schnee: Das Winterwetter sorgt in Rheinland-Pfalz mancherorts für Probleme. Eine Übersicht.
Wie sah es beim Autoverkehr aus?
Auf den Straßen ist es am Vormittag weitgehend ruhig geblieben, nur vereinzelt wurden Verkehrsunfälle aufgrund des Winterwetters gemeldet. Im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Mainz seien 25 witterungsbedingte Ereignisse auf den Straßen gemeldet worden, so ein Sprecher der Polizei. Bei zwei Unfällen seien Menschen leicht verletzt worden.
Das Polizeipräsidium Trier meldete einen glättebedingten Unfall, genauso wie die Polizei Kaiserslautern. Auf der B9 bei Ludwigshafen kam es am Morgen zu zwei Unfällen bei denen Eisplatten von Lkws auf Autos gefallen sind, so ein Polizeisprecher.
Die Feuerwehr Mainz teilte mit: «Einige Fahrzeuge und Teile der Ausrüstung auf den Feuerwachen wurden vorsorglich an die Wetterlage angepasst und es wurden zum Beispiel Schneeketten aufgezogen, um im Einsatzfall flexibel und schnell reagieren zu können.»
Die Feuerwehr in Mainz zieht demnach ein positives Fazit. Aus der Leitstelle heraus sei ein leichter, witterungsbedingter Anstieg der medizinischen Einsätze zu beobachten gewesen. «Alle Einsätze konnten durch das diensthabende Personal im regulären Umfang abgearbeitet werden.»
Sind alle Schulbusse gefahren?
Eis und Schnee stoppten in einigen Regionen von Rheinland-Pfalz am Morgen den Schulbusverkehr. Betroffen waren vor allem der südliche Kreis Mainz-Bingen und der Norden des Landes, wie ein Sprecher des Bildungsministeriums sagte. Größere Probleme seien nicht bekanntgeworden.
Zentrale Abiturprüfungen waren nicht geplant, Deutsch stehe erst am Mittwoch an. In einigen Schulen standen aber die Abiklausuren in Gesellschaftskunde auf dem Plan.
In Rheinland-Pfalz entscheiden Schulen und Schulträger gemeinsam, ob Unterricht möglich ist. Es müsse aber immer eine Notbetreuung geben, wenn die Schulen von Präsenzunterricht auf digitale Angebote wechselten, sagte der Ministeriumssprecher. Die Sicherheit der Schüler auf dem Weg zur Schule habe grundsätzlich Priorität.

Die Polizeipräsidien meldeten wenige Unfälle. | Thomas Frey/dpa
Welche Auswirkungen gab es im ÖPNV?
Von den Verkehrsbetrieben wurden vereinzelt Probleme durch das Wetter gemeldet. «In den frühen Morgenstunden wurde der Busverkehr in den Landkreisen Bad Kreuznach und Mainz-Bingen bis ca. 7 Uhr nicht bedient. Auch in der Stadt Mainz kam es vereinzelt zu Ausfällen», hieß es vom Rhein-Nahe Nahverkehrsverbund. «Seit 7 Uhr ist der Verkehr weitestgehend wieder aufgenommen worden. Es kann jedoch weiterhin witterungsbedingt lokal zu Einschränkungen kommen.»
Die Busunternehmen beobachten die Wetterlage genau. Ob ein Bus fahren kann, entscheidet sich oft kurzfristig – auch wenn Straßen vor Ort frei sind, können höher gelegene Strecken unpassierbar sein. Nicht geräumte Straßen werden aus Sicherheitsgründen nicht befahren. Sicherheit geht da vor Pünktlichkeit.
Linienausfälle im Gebiet des Verkehrsverbundes Region Trier habe es insbesondere im Landkreis Trier-Saarburg gegeben. Dort seien mehrere Linien betroffen gewesen. «Es kann zu Verspätungen und insbesondere auf Nebenstrecken und in höher gelegenen Gebieten zu kurzfristigen Teilausfällen kommen», teilte der Verbund mit. Nach derzeitigem Stand gebe es aktuell keinerlei Einschränkungen im gesamten Liniennetz der Stadtwerke Trier.
Die Verkehrsverbund Rhein-Mosel GmbH bat Kundinnen und Kunden um Verständnis. «Wenn man selbst nicht mit dem Auto fahren kann oder möchte, sollte man dies auch nicht von Bussen erwarten», schrieb ein Sprecher. Über witterungsbedingte Ausfälle könnten sich die Menschen auf der Homepage informieren.
Wie geht es weiter?
Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes soll sich die Glatteissituation im Laufe des Montags deutlich entspannen. Am Dienstag liegen die Höchstwerte dann zwischen sechs und zehn Grad plus.
dpa
Bild: Einige Schulbusse konnten am Montagmorgen wegen des Winterwetters nicht fahren. | Harald Tittel/dpa
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