Tee und Uniformierte - Schweitzer zu Gewalt an Schulen

 

Tee und Uniformierte - Schweitzer zu Gewalt an Schulen

Fälle von Gewalt an Schulen haben in Rheinland-Pfalz Schlagzeilen gemacht. Der SPD-Ministerpräsident greift das Thema in seiner Rede beim Parteitag mit klaren Worten auf.

Kaiserslautern (dpa/lrs) -

Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Alexander Schweitzer (SPD) hat sich für ein entschiedenes Vorgehen gegen Gewalt an Schulen ausgesprochen. «Der Anspruch muss völlig klar sein: Null Toleranz für Gewalt in unseren Schulen, vor unseren Schulen, neben unseren Schulen», sagte Schweitzer beim Parteitag der SPD Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern. 

Man wolle mit vielen Angeboten an der Seite der Lehrerinnen und Lehrer stehen, sagte Schweitzer. Dem ein oder anderen Schüler, der über Jahre hinweg permanent Stress in der Schule mache, müsse deutlich werden, dass der «nicht Hagebuttentee trinkend» im Schulsekretariat auf seine Mutter warten könne - «sondern da wird dann auch mal die Ansprache durch einen Uniformierten kommen».

Maßnahmenpaket zweier Ministerien

In den vergangenen Monaten hatte es im Land immer wieder Diskussionen über widrige Umstände und auch Gewalt an einzelnen Schulen, etwa in Ludwigshafen, gegeben. Das Innen- und das Bildungsministerium, beide SPD-geführt, hatten zuletzt ein Maßnahmenpaket vorgelegt.

Das sieht im Kern mehr Polizeipräsenz in Schulen vor, bei denen es bereits Vorkommnisse mit Gewalt gab und die als Brennpunktschulen eingestuft werden. Eine Vertrauensstelle soll eingerichtet werden für Lehrkräfte und pädagogisches Personal, die Gewalterfahrungen und eine subjektive Bedrohungslage erlebt haben.

dpa

Bild: «Der Anspruch muss völlig klar sein: Null Toleranz für Gewalt in unseren Schulen, vor unseren Schulen, neben unseren Schulen», sagte Schweitzer. | Uwe Anspach/dpa

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Datum: 24.01.2026
Rubrik: Lokales
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