Verband: Kosten für Wasser und Abwasser werden steigen

 

Verband: Kosten für Wasser und Abwasser werden steigen

Leitungen, Brunnen, Speicher, Kläranlagen, Rückhaltebecken: All das gehört zur Wasser- und Abwasserinfrastruktur. In die muss einem Verband zufolge viel Geld fließen - mit Folgen für Verbraucher.

Mainz (dpa/lrs) -

In Leitungen, Brunnen, Wasserwerke, die Kanalisation oder Kläranlagen in Rheinland-Pfalz müssen einer Studie zufolge in den kommenden 20 Jahren Milliarden investiert werden. Es brauche voraussichtlich rund 40,6 Milliarden Euro bis 2045 für den Erhalt, die Erneuerung und Anpassungen der Trinkwasser- und Abwasserinfrastruktur an den Klimawandel, heißt es in der Studie im Auftrag des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU). 

Der Verband richtet entsprechend eine Forderung in Richtung Land. Die künftige Landesregierung müsse gemeinsam mit der Wasserwirtschaft Lösungen erarbeiten. Nicht nur Straßen und Schienen gehörten auf die Agenda, auch die Wasserinfrastruktur brauche klare politische Prioritäten, sagte der Direktor der Stadtwerke Bingen, Marco Mohr, der auch Co-Vorsitzender des VKU-Arbeitskreises Wasser/Abwasser ist. 

Verband: Entgelte werden steigen

Nötig sei eine vorausschauende Modernisierung von Anlagen, betonte der Geschäftsführer der Stadtwerke Andernach, Jan Deuster, der ebenfalls dem Arbeitskreis vorsitzt. Das meine, Infrastruktur an Herausforderungen des Klimawandels anzupassen, der längere Trockenphasen und mehr Starkregen bringen werde. Zwar seien viele Anlagen in Rheinland-Pfalz in einem guten Zustand, ein Teil nähere sich aber dem Ende seiner Lebensdauer.

Von den laut Studie etwas mehr als 40 Milliarden Euro an Investitionsbedarf entfallen laut VKU etwa 16 Milliarden auf die Trinkwasserversorgung und 24,6 Milliarden auf die Abwasserentsorgung. Auch wenn die freilich nicht eins zu eins auf Bürgerinnen und Bürger umgelegt werden, erwartet der Verband Mehrkosten für die Menschen im Land. Zur Wahrheit gehöre, dass Entgelte für Trinkwasser und Abwasser steigen würden, sagte Deuster. 

Der VKU ist nach eigenen Angaben die Interessenvertretung kommunaler Versorgungs- und Entsorgungsbetriebe. Unter den Mitgliedern sind unter anderem Unternehmen der Energieversorgung, der Wasser- und Abwasserwirtschaft oder der Abfallwirtschaft.

dpa

Bild: Der Klimawandel sorge für längere Trockenphasen und mehr Starkregen, sagt der VKU. Das bringe Herausforderungen für die Wasserver- und die Abwasserentsorgung mit sich. (Archivbild) | Andreas Arnold/dpa

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Datum: 04.02.2026
Rubrik: Lokales
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