
Lokales
Tödliche Messerstiche in Neuwied: 18-Jähriger vor Gericht
Vor dem Landgericht Koblenz hat der Prozess gegen einen 18-Jährigen begonnen, der einen Mann mit Messerstichen getötet haben soll. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Mord vor und spricht von einer heimtückischen Tat.
Nach den bisherigen Erkenntnissen ereignete sich der Vorfall im Oktober 2025 in einer Wohnung in Neuwied. Der Angeklagte hatte dort erst kurze Zeit bei einer Bekannten gewohnt, die Lebensgefährtin des späteren Opfers war. Am Abend der Tat wollte der junge Mann seinen 18. Geburtstag nachfeiern. Neben ihm und der Wohnungsinhaberin war auch deren Lebensgefährte anwesend.
Im Laufe des Abends soll es zu einem Streit gekommen sein. Nach Angaben des Angeklagten habe der Mann später wütend an die Wohnungstür gehämmert und gedroht. Als schließlich eines der Kinder die Tür geöffnet habe, sei die Situation in der Wohnung eskaliert. Der Angeklagte schilderte vor Gericht, der Mann habe ihn geschlagen und in ein Badezimmer gezerrt.
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte trotz körperlicher Unterlegenheit ein Messer eingesetzt und dem Mann zwei schwere Stichverletzungen zugefügt hat. Einer der Stiche traf demnach das Herz und führte zum Tod des Opfers. In der Wohnung wurden später mehrere Messer gefunden, deren Rolle im Tatgeschehen noch unklar ist.
Während des ersten Verhandlungstags zeigte sich, dass sich der Angeklagte und eine wichtige Zeugin an viele Einzelheiten der Nacht nicht mehr genau erinnern können. Das Gericht muss nun klären, wie sich die Ereignisse im Detail abgespielt haben und ob tatsächlich ein Mordmerkmal vorliegt.
Da der Angeklagte zur Tatzeit 18 Jahre alt war, könnte das Gericht Jugendstrafrecht anwenden. Dieses sieht in der Regel geringere Strafrahmen vor als das Erwachsenenstrafrecht. Ein Urteil wird nach derzeitiger Planung im Juli erwartet.
Quelle: tagesschau | Foto: Symbolbild
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