
Speyer führt Zweitwohnungssteuer ein
Menschen mit Nebenwohnsitz sollten sich nach Ansicht von Kommunen an Kosten für Infrastruktur und Dienstleistungen beteiligen. Dazu ist eine Abgabe möglich - die Domstadt greift nun zu dem Mittel.
Speyer (dpa/lrs) -
Die Stadt Speyer setzt einen Beschluss des Stadtrats um und führt rückwirkend zum 1. Januar 2026 eine Zweitwohnungssteuer ein. Mit dem Schritt werde die finanzielle Belastung durch Nebenwohnsitze gerechter verteilt, teilte die pfälzische Kommune mit. «Auch Personen mit Zweitwohnsitz nutzen die städtische Infrastruktur, werden jedoch im kommunalen Finanzausgleich nicht berücksichtigt», hieß es.
Die Steuer trage dazu bei, diesen Aufwand auszugleichen und die kommunalen Finanzen zu stärken. «Zugleich kann sie einen Anreiz schaffen, den Hauptwohnsitz nach Speyer zu verlegen.» Die Steuerverwaltung werde nun rund 1.250 Menschen mit Nebenwohnsitz in Speyer anschreiben und zur Abgabe einer Steuererklärung auffordern. Geprüft werde eine Steuerpflicht.
Der Stadtrat von Speyer hatte die Abgabe im Dezember 2025 beschlossen. In einigen Kommunen in Rheinland-Pfalz gilt bereits eine Zweitwohnungsabgabe, etwa in der Landeshauptstadt Mainz schon seit Mitte 2005.
dpa
Bild: In den kommenden Wochen will die Steuerverwaltung rund 1.250 Menschen mit Nebenwohnsitz in Speyer anschreiben. (Symbolbild) | Uwe Anspach/dpa
Regionale Nachrichten, Reportagen und Portraits aus dem Mittelrhein-Gebiet.















































