
Speyerer Dom: Auf der Zielgeraden zum großen Jubiläum
Die rund 70 Meter hohen Türme der Kathedrale in Speyer sind bei klarer Sicht noch aus rund 25 Kilometern Entfernung zu sehen. Ihre Schäden erkennt man meist erst aus der Nähe. Um sie geht es nun.
Speyer (dpa/lrs) -
Der Speyerer Dom rüstet sich für die große 1000-Jahr-Feier 2030. Die Osttürme werden umfassend saniert, damit die romanische Kathedrale wieder in voller Schönheit erstrahlt. Seit Herbst 2024 laufen die Arbeiten, nun startet der zweite Bauabschnitt.
Eisenklammern aus dem Mittelalter
«Wir freuen uns, dass mit den Osttürmen ein bedeutender, mittelalterlicher Teil des Doms saniert wird und wir den Dom zum großen Jubiläum 2030 in "alter Pracht" präsentieren können», sagte Domdekan Georg Müller. Dombaumeisterin Hedwig Drabik betonte die finanziellen, organisatorischen und handwerklichen Herausforderungen.
«Aber es macht auch Spaß, den Bau näher kennenzulernen und immer spannende Dinge zu entdecken. So konnten wir am Südostturm Eisenklammern aus dem Mittelalter freilegen», erzählte Drabik. Parallel laufen dem Domkapitel zufolge kleinere Projekte an der Unesco-geschützten Kathedrale. Moose werden so etwa per Hand entfernt, anschließend wird Heißdampf gegen Keime und Feuchtigkeit eingesetzt.
Brutplätze für Uhu und Turmfalke
Die Osttürme, Ende des 11. Jahrhunderts als Chorflankentürme errichtet, werden abschnittsweise saniert: zunächst die oberen drei Stockwerke des Südostturms, dann der Nordostturm. Schwerpunkt ist die Restaurierung der Steinfassaden, die Erneuerung historischer Fensterbänke, Putzarbeiten, Blitzschutz, Taubenabwehr und die Sicherung statisch relevanter Bauteile.
Auch die Brutplätze für Uhu und Turmfalke werden wiederhergestellt. Zudem erleichtern Stahlrostebenen mit Treppen künftig die Wartung.
dpa
Bild: Seit Herbst 2024 zieren Gerüste die Osttürme des Speyerer Domes. (Archivbild) | Uwe Anspach/dpa
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