
Gedenkstätte für die Opfer der Ahrtal-Flut geplant
Fast fünf Jahre liegt die Flutkatastrophe im Ahrtal zurück. 135 Menschen starben. Für sie soll es nun einen Ort der Erinnerung geben.
Bad Neuenahr-Ahrweiler (dpa/lrs) -
Im Ahrtal soll für die Opfer der Flutkatastrophe vor knapp fünf Jahren eine zentrale Gedenkstätte entstehen. Geplant sei ein Ort des Erinnerns, Gedenkens und Mahnens in Bad Neuenahr-Ahrweiler, teilte der Verein DenkAHR mit. Bei der Flut im Juli 2021 waren im Ahrtal 135 Menschen ums Leben gekommen.
Das Bauwerk soll demnach 14 Meter lang und 70 Zentimeter breit werden – als Verweis auf den ersten Tag der Katastrophe am 14. Juli 2021. Die geplante Höhe von 4,5 Metern orientiere sich am durchschnittlichen Wasserstand der Flutnacht. Das Konzept stammt von Künstler Jochen E. Diedenhofen.
Im Zentrum stehen markante Bronzekuben, die an die 135 Todesopfer erinnern sollen, wie der Verein schreibt. Zudem sollen Materialien aus damals zerstörten Gebäuden in das Denkmal integriert werden. «Dadurch entsteht eine sichtbare Verbindung zwischen Verlust, Erinnerung und Wiederaufbau», hieß es.
Bau noch in diesem Jahr geplant
Die Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand (parteilos), hat die Schirmherrschaft für das Projekt übernommen. Das geplante Denkmal sei «von herausragender Bedeutung für unseren Kreis und die Erinnerung an die verheerende Flutkatastrophe 2021», teilte sie mit.
Nach Angaben des Vereins seien alle Gremien-Entscheidungen bereits erfolgt, es gebe viele Spender. Der Bau des Projekts erfordere insgesamt 370.000 Euro. «Sobald die Gelder vollständig verfügbar sind, soll das Mahnmal noch in diesem Jahr errichtet werden», teilte der Verein mit.
dpa
Bild: Bei der Katastrophe kamen 135 Menschen ums Leben. (Archivbild) | Boris Roessler/dpa
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