
Schweitzer: Schreckliche Flutbilder sofort wieder präsent
In gemeinsamer Trauer zum fünften Jahrestag der Katastrophe mit 135 Toten allein im Ahrtal liege auch die Hoffnung auf Trost, sagt der SPD-Fraktionschef und frühere Ministerpräsident.
Mainz (dpa/lrs) -
Bei der Bewältigung der Flutkatastrophe im Ahrtal vor fünf Jahren braucht es nach Ansicht des rheinland-pfälzischen SPD-Fraktionsvorsitzenden Alexander Schweitzer einen langen Atem. «Der Weg zurück in ein normales Leben verlangt den Menschen vor Ort unendlich viel ab», sagte der 52-Jährige, der bis Mai Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz und zum Zeitpunkt der Flut im Sommer 2021 Arbeits- und Sozialminister war.
«Wenn wir heute an die Flutnacht zurückdenken, sind die schrecklichen Bilder sofort wieder präsent», sagte Schweitzer. «Die Zerstörung, die Not und die Trauer haben sich tief in unser Gedächtnis gebrannt.» In gemeinsamer Trauer liege auch die Hoffnung auf Trost. «Die große Anteilnahme der Menschen in ganz Rheinland-Pfalz und weit darüber hinaus ist auch nach fünf Jahren ungebrochen spürbar.»
Es gehe nicht nur darum, Häuser, Straßen und Brücken wiederaufzubauen, sagte Schweitzer. «Es geht auch darum, dem Tal eine sichere und lebenswerte Zukunft zu geben. Wer heute im Ahrtal unterwegs ist, sieht die vielen positiven Veränderungen. Sie machen Mut.»
dpa
Bild: «Die Zerstörung, die Not und die Trauer haben sich tief in unser Gedächtnis gebrannt», sagt Schweitzer, der zum Zeitpunkt der Flut Minister und später Ministerpräsident in Rheinland-Pfalz war. (Archivbild) | Boris Roessler/dpa
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